Wenn einem das Wasser im Mund zusammenrinnt

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Wegkreuz am Pössnitzberg, unmittelbar vor dem Gutshotel. © Reinhard A. Sudy

Legendäre Kochbücher und Kochbuch-Kult

Ingrid Pernkopf, Renate Wagner-Wittula. Die traditionelle österreichische Küche

 

2014. Die Fotos der Speisen machen richtig Gusto und die Schritt-für-Schritt-Anleitungen für deren Zubereitung machen es leicht, die Köstlichkeiten nachzukochen. Die Autoren haben in dem "gewichtigen" Kochbuch all jene klassischen Rezepte zusammen getragen, die die traditionelle österreichische Küche ausmachen, und unter anderem mit zahlreichen Abwandlungsmöglichkeiten bereichert. Kalorienreduzierte und weniger zeitaufwendige Rezepte, viele fleischlose oder vegetarische Hauptgerichte sind ihr Attribut an unsere neuen Ess- und Lebensgewohnheiten. Das Standardwerk der österreichischen Küche für jeden Haushalt beginnt ganz klassisch, aber mit originellen Themen-Überschriften wie "Österreich kalt erwischt" (kalte Vorspeisen und Jausen) oder "Löffel für Löffel" (Suppen), und schließt mit "Süßen Sünden" (warme Mehlspeisen).

 

Die traditionelle österreichische Küche. Fotografiert von Peter Barci.

Pichler Verlag 2012. 432 Seiten. € 34,99.

Alexandra Winkler (Hg.). Sacher - Das Kochbuch

 

2013. Einfach köstlich! Das neu gestaltete, prachtvolle Sacher-Kochbuch ist wahrlich das große Standardwerk der feinen österreichischen Küche. Die traditionellen Rezepte wurden innovativ und kreativ weitergeführt, Bewährtes wurde damit behutsam unserer Zeit angepasst. Nach ein wenig Sacher-Geschichte beginnt es mit dem Foto einer Original Sacher-Torte , das Rezept des saftig-flaumigen und mit Marillenmarmelade verfeinerten Schokoladenkuchens bleibt aber weiterhin ein Geheimnis. Die anderen 380 wirklich nachkochbaren Rezepte spannen den Bogen von weltberühmten Leitgerichten der Sacher-Küche wie Tafelspitz (klassisch oder mit Senfkruste), Backhenderl und Wiener Schnitzel über Klassiker wie Erdäpfelgulasch, gefüllte Paprika oder überbackene Schinkenfleckerln bis zu zur neuen Sacher-Küche z. B. mit pochierten Austern (mit Pumpernickel und Karfiol) oder Kopfsalatrisotto (mit Felsengarnelen und Speckschaum). Eine Küchenlatein-Erste Hilfe für Nicht-Österreicher - ein wenig zum Schmunzeln - und ein umfassendes, hilfreiches Register runden das prämierte Sacher-Kochbuch angenehm ab: Es ist Gewinner in der nationalen Kategorie "Best Pastry Sweets Book" des internationalen Gourmand World Cookbook Awards.


Sacher - Das Kochbuch. Die feine österreichische Küche. Fotos: Michael Rathmayer, Rezepte: Werner Pichlmaier, Redaktion: Birgit Schwaner.
Pichler Verlag 2013. Styria premium. 2. Auflage. 400 Seiten. 380 Rezepte. € 39,99.

Einfach, schnell und schmackhaft

Antonia Kögl, Benedikt Steinle. Because you are hungry

2014. Überaus geschmackvoll, zum Ausprobieren einladend und mit Fotos zum Hineinbeißen: Ihre Leidenschaft für gutes Essen und raffinierte Gerichte, die dennoch mit minimalem Aufwand zubereitet werden, macht das erste Kochbuch der beiden als Foodblogger bereits erfolgreichen Autoren wirklich alltagstauglich. Sie - zwei Bayern in Wien -  zeigen, wie ohne teure Zutaten abends nach der Arbeit in der heimischen Küche gezaubert werden kann. Viele Grundzutaten werden immer wieder verwendet und Produkte auf viele unterschiedliche Arten so eingesetzt, dass nichts übrig bleibt oder man gar etwas kaufen muss, das man danach nie wieder benötigt. Das praxisnah und übersichtlich gegliederten Kochbuch, mit 72 Gerichten für Ein- und Zwei-Personen-Haushalte, ist bodenständig und gleichzeitig modern, es lädt zum Nachkochen ein und macht es schwer, Ausreden zu finden, auch wenn das Kürbisrisotto seine Zeit braucht und ständig gerührt werden will.

 

Because you are hungry. Kochen Lieben Lernen.

Edition Styria 2014. 176 Seiten. Einband: Klappenbroschur. € 19,99.

Heidi Strobl. Dinner for One

 

2013. Ich bin begeistert: Statt Rezeptangaben umzurechnen (z. B. zu halbieren oder für mich allein zu vierteln), was zwar keine mathematischen wohl aber oftmals praktische Schwierigkeiten machte, habe ich nun ein „Ein-Personen-Haushalt-Kochbuch“. Mit Rezepten, für die ich eine meist sehr kurze Einkaufsliste brauche, die in 10 bis 15 Minuten fertig sind und nur wenig Abwasch nötig machen. Natürlich habe ich einige gleich probieren müssen: Gut geschmeckt haben der Sauerkrautsalat mit Speck und das Chilihuhn mit Brokkoli. Auf den gedämpften Waller mit Kohlrabi und Limettensauce freue ich mich schon, die Einkaufsliste ist schon geschrieben.

Die meist auf einer Seite sehr schön aufbereiteten und fotografierten Rezepte sind zwar nicht alphabetisch auffindbar, ihre Anordnung nach den Jahreszeiten und von der Suppe zur Nachspeise lädt ein, das Kochbuch neugierig durchzublättern und sich Gusto zu holen. Hilfreich, jedenfalls für Koch-Neulinge, ist der Anhang mit einer Liste über Basisvorräte und Basisküchenausstattung und dem - alphabetischen - Zutatenregister.

 

Dinner for One. 15-Minuten-Rezepte für eine Person.

Amalthea Signum Verlag. Wien 2013. 160 Seiten. € 19.95.

Inge Farcher, Elisabeth Holzer, Walter Müller (Hg.). Hunger! Essen! Jetzt!

 

2013. Frisch gekochte, schmackhafte Lieblingsgerichte, in maximal 30 Minuten fertig auf dem Tisch: Das waren die Vorgaben an 100 steirische Redakteure und Experten aus der Kommunikationsbranche für ihre Rezepte. Starkoch Haider hat alle Rezepte auf Kochbarkeit, Geschmack und tatsächliche Dauer der Zubereitung geprüft und war von der Vielfalt, Kreativität und kulinarischen Abenteuerlust, die in diesen Rezepten steckt, überrascht. Hier eine Auswahl der phantasievollen, schnellen Journalisten-Küche: Steinpilz-Risotto von Claus Albertani, Chicken Quickie von Christa Blümel, Oktopussalat von Martin Novak, Kaiserschmarren von Harald Schmied, Linseneintopf mit Garnelen und Mango von Birgit Pichler, Spinat-Quiche von Nina Popp, Schweinsmedaillons an Saisongemüse von Johannes Steinbach, Tiroler Topfenblattln mit Sauerkraut, Thymian-Gnocchi mit Nüssen und Rettich von Gerhard Felbinger.

 

Hunger! Essen! Jetzt! Topjournalisten und ihre besten 30-Minuten Gerichte.

Pichler Verlag 2013. € 24.99.

Sonja Schubert. nimm 5

 

2012. Mit nur fünf Zutaten, je nach Geschmack kombiniert mit einigen doch notwendigen Grundprodukten wie Gewürze, Essig und Olivenöl, Mehl, Reis usw., zaubert die Autorin abwechslungsreiche Gerichte für vier Personen. Ihr neuestes Kochbuch enthält über 70 Rezepte mit den jeweils benötigten fünf Zutaten & Grundprodukten, kurze Beschreibungen der Speisen und - auch für einen Kochanfänger wie mich - gut nachvollziehbare Anleitungen für die Zubereitung. Das Angebot an Speisen ist überraschend vielfältig: Häppchen wie Schafskäsegebäck oder Spinat-Feta-Röllchen, heiße Suppen und knackige Salate, Seeteufel im Schinkenmantel oder Lammspießchen im mediterranen Gemüsebett, Brombeersorbet oder Brüsseler Waffeln sind nur einige der köstlichen Gerichte. Sogar ein komplettes 3-Gänge-Menü lässt sich ziemlich einfach zubereiten.

nimm 5. Die besten Rezepte mit 5 Zutaten. Fotos von Barbara Lutterbeck.

Edition Styria 2012. 144 Seiten. € 19,99.

Magazine und Fibeln. Zum Nachlesen und Probieren

Apfel-, Holunder-, Kürbis- und Traubenfibel

 

2015. Wissenswertes und Hilfreiches über regionale Produkte im Thermenland Steiermark: Über die gesundheitliche Wirkung von Apfel, Holunder, Kürbis und Trauben, Rezepte und altes Volkswissen.

 

Trinken mit Genuß

Manfred Walzl, Michael Hlatky. Jungbrunnen Bier

 

2010. Amüsant, ja köstlich und doch fundiert wird das wohl meistgetrunkene alkoholische Getränk in all seinen Wirkungen beleuchtet. Da haben die beiden Autoren schon gar nichts ausgelassen - weder Volksmedizin, Wissenschaft, die Bierhefe oder den Bierbauch - und eine Lanze für einen guten Schluck Bier gebrochen.

 

Jungbrunnen Bier. Gesunder Genuss.

Verlagshaus der Ärzte. Wien 2004.

Blogs und Websites. Wissenswertes und Kritisches

  • www.youarehungry.com | Um möglichst viele Kochbegeisterte an ihren Erlebnissen teilhaben zu lassen, haben Antonia Kögl und Benedikt Steinle im Februar 2013 den Foodblog "Because You Are Hungry" gegründet.
  • www.lebensmittel-check.at | Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) ist eine unabhängige, gemeinnützige, nicht auf Gewinn zielende Verbraucherorganisation. Mit einem Team von Experten verschiedenster Fachgebiete werden unter anderem Produkt- und Dienstleistungstests durchgeführt.

Auf Besuch bei .....

Eine Übernachtung im Gutshotel am Pössnitzberg bei Margarate Polz ist zu wenig

Margareta Polz und Hedi Grager. (Foto: Sudy)

„Dort, wo der Tag mit einem Lächeln beginnt“, ist auf der Homepage des Gutshotel am Pössnitzberg zu lesen. Und ja, es stimmt. Aufzuwachen in einem dieser eleganten Zimmer der kleinen Hotelanlage und dazu noch die Wärme der morgendlichen Sonne zu spüren, das entlockt einem schon ein Lächeln.

 

Blick ins Grüne

Wir kamen nach einer angenehmen Fahrt durch die südsteirische Weinlandschaft an einem Freitag nachmittags Ende April an und wurden von Margareta Polz mit einem Lächeln begrüßt. Nachdem das Auto in der Tiefgarage geparkt war und wir die Anmeldung erledigt hatten, wurden wir in unser Zimmer geleitet. Wir fühlten uns in diesem warmen, in Erdfarben gehaltenen Raum mit einer gemütlichen Sitzecke, einer großen Badewanne im Raum sofort wohl. Wohltuend war auch der Ausblick durch die großen Fensterfronten und von unserem großen Zimmerbalkon ins Grüne.

 

Einfach zum Wohlfühlen

Nachdem wir uns ein wenig eingerichtet hatten, gingen wir hinunter auf die Gartenterrasse und freuten uns auf das erste gute Gläschen Wein. Ein paar Mutige schwammen sogar schon im beheizten Außenpool. Als ein junger Mann etwas fröstelnd aus dem Wasser kommt, lässt ihm Margareta, immer umsichtig und aufmerksam, sofort einen Bademantel bringen. Wir fühlten uns schon angenehm entspannt und bestellten ein weiteres Glas Wein. Die milde Nachmittagssonne tat ihr übriges dazu, dass wir uns sehr wohlfühlten. „Ist alles in Ordnung?“ wurden wir immer wieder aufmerksam gefragt. Man spürte wie wichtig es Margareta Polz ist, dass sich ihre Gäste in ihrem Hotel mit den 29 Zimmern, den 11 Suiten und einem Wohlfühl-Studio gut umsorgt fühlen.

 

Für den Abend hatten wir uns einen Tisch beim nur wenige Schritte vom Hotel entfernten Restaurant Kreuzwirt reserviert. Hier kocht, stark regional geprägt, der 3-Hauben-Koch (Gault Millau) Gerhard Fuchs. Vom Falstaff Restaurantguide 2012 mit 97 Punkten und vier ¬Gabeln ausgezeichnet ist er damit Bundeslandsieger in der Steiermark.

 

Südsteiermark Classic

Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne und hungrig machten wir uns auf den Weg zum Frühstück. Margareta ist munter und gut gelaunt schon wieder für ihre Gäste unterwegs. Etwas Aufregung war aber spürbar, da um 10.00 Uhr die Südsteiermark Classic vom Pössnitzberg aus gestartet wurde - was wir uns natürlich ansehen mussten. Als Oldtimerfan konnte ich gar nicht mehr aufhören zu schauen und zu fotografieren. Geschäftig wurden die letzten Vorbereitungen getroffen und die einzelnen Wagen zum Start geleitet. Da und dort wurde noch einmal mit dem Ärmel über die Motorhaube gewischt, um ein Staubkörnchen zu entfernen. Bei manchen der wunderschönen Klassiker musste allerdings schon vor dem Start die Motorhaube geöffnet und Erste Hilfe geleistet werden. Aber: Dabei sein ist alles und wir drückten den Fahrern natürlich die Daumen für eine gute und unfallfreie Fahrt.

 

Wir verabschiedeten uns von Margareta und ihrer Familie mit dem leicht gegebenen Versprechen, bald wieder zu kommen, und wir freuen uns darauf, wieder so verwöhnt zu werden.

 

Kontakt und Öffnungszeiten

Gutshotel am Pössnitzberg

Pössnitz 168, A-8463 Leutschach

März bis Dezember

Telefon: +43 (0) 3454 205

Telefax: +43 (0) 3454 205 77

E-Mail: hotel(at)poessnitzberg.at

nternet: www.poessnitzberg.at

 

 

Text: Hedi Grager

Fotos: Reinhard A. Sudy

Stand: Sommer 2012.

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