Österreich. Nanotechnologie im Vormarsch

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  • News. TU Graz als Bodenstation der Sternebeobachtung
  • Countdown für österreichische Satelliten
  • Infoportal über Nanotechnologie
  • Nanosatellit TUGSAT-1
  • Fotogalerie TUGSAT-1

News. TU Graz ein Zentrum der Sternebeobachtung

Februar 2017. Die 'steirische' Satellit TUGSAT-1 ist nun bereits seit 2013 im All unterwegs. 350 Sterne wurden bislang beobachtet, neue helligkeitsschwache Sterne wurden 'gesichtet' und 12 wissenschaftliche Arbeiten publiziert. Für zwei Jahre noch rechnet Otto Koudelka vom Institut für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation mit hochwertigen Daten zur Helligkeit ausgewählter Sterne. Mit seine Team war für den Bau von TUGSAT-1 verantwortlich und betreut nun den den technischen Betrieb der beiden österreichischen Satelliten und die Grazer Bodenstation der Mission.

 

 

Quelle:

Countdown. TUGSAT-1 startete am 25. Februar 2013

Nanosatellit TUGSAT-1. (© TU Graz/Lunghammer)

Februar 2013. Der an der TU Graz gebaute und getestete Satellit TUGSAT-1 ist gemeinsam mit seinem Wiener Zwillingssatelliten erfolgreich ins All gestartet. Damit ist Österreich nun offiziell eine Weltraumnation.

 

Umlaufbahn erreicht

Im südindischen Satish Dhawan Space Centre startete am Montag, den 25. Februar 2013, eine Trägerrakete und setzte die beiden rot-weiß-roten Nanosatelliten planmäßig ab. Als Teil der internationalen Mission BRITE werden sie Daten über Helligkeitsschwankungen bestimmter Sterne sammeln und zu den Bodenstationen der TU Graz und auch der TU Wien senden.

 

Mission BRITE

Die BRITE-Mission wird insgesamt aus sechs Nanosatelliten bestehen und damit die weltweit erste Nanosatelliten-Konstellation bilden. 2013 und 2014 sollen noch je zwei weitere Nanosatelliten aus Polen und Kanada ins All starten.

Studierende mit Schlüsselrolle
Die intensive Mitarbeit des wissenschaftlichen Nachwuchses der TU Graz ist das Besondere an TUGSAT-1. Studierende waren und sind in alle Projektphasen vom Bau über den Test bis zum Betrieb des Satelliten unmittelbar eingebunden und spielen auch im Management des komplexen Weltraumprojekts eine wichtige Rolle.

 

www.tugsat.tugraz.at


 

Quelle: Medieninfos der TU Graz vom 20. und 25. Februar 2013.

Österreichisches Info-Portal über Nanotechnologie

Website www.nanoinformation.at.

 

Jänner 2013. Mit der Website www.nanoinformation.at steht in Österreich ein übersichtliches, sehr hilfreich gegliedertes Informationsportal über die Nanotechnologiezur Verfügung. Hier finden sich aktuelle und umfassende Informationen (z. B. über Grundlagen, Produkte, Lebensmittel, Gesundheit, Umwelt und Arbeitswelt), die von Experten verschiedenster Bereiche aus Behörden, Institutionen und Organisationenzusammengestellt wurden.

 

Nanotechnologie?

Die Nanotechnologie umfasst viele verschiedene Forschungsgebiete, die sich mit der Manipulation von Stoffen auf atomarer oder molekularer Ebene befassen. Dadurch wird es möglich, neue Materialien, Strukturen und auch Geräte zu entwickeln.

 

Beteiligte Institutionen

Für die Entwicklung der Website „nanoinformation.at“ haben österreichische Behörden, Forschungseinrichtungen, Interessensvertretungen und NGOs unter der Leitung des BMG zusammengearbeitet:

  • Bundesministerium für Gesundheit (BMG)
  • Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
  • Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW)
  • Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung (BMWF)
  • Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT)
  • Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
  • Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA)
  • Arbeitsinspektion (AI)
  • BioNanoNet Forschungsgesellschaft mbH
  • EU-Umweltbüro
  • Forschungsförderungsgesellschaft (FFG)
  • Montanuniversität Leoben
  • Nanonet Styria
  • NanoTrust (Institut für Technikfolgenabschätzung, Österreichische Akademie der Wissenschaften)
  • Umweltbundesamt GmbH
  • Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ)

 

Der Österreichische Aktionsplan Nanotechnologie (ÖNAP)

Der Österreichische Aktionsplan Nanotechnologie (ÖNAP) wurde am 2. März 2010 von der österreichischen Bundesregierung beschlossen. Er befasst sich u. a. mit der bestmöglichen Nutzung der Nanotechnologie-Chancen für Österreich und dem österreichischen Beitrag zur Sicherheit nanotechnologischer Anwendungen. Konkrete Maßnahmen des ÖNAP sind etwa

  • Eröffnung neuer Chancen für viele Lebens- und Wirtschaftsbereiche und Ausbau der Stellung Österreichs als "High-Tech-Standort"
  • Sicherung eines hohen Schutzniveaus für die Umwelt und die menschliche Gesundheit
  • Stärkung der Zusammenarbeit aller in Österreich mit Nanotechnologie befassten Stellen) sowie die internationale Vernetzung

www.nanoinformation.at

 

 

Stand: Jänner 2013.

Quelle: www.nanoinformation.at.

Rot-weiß-roter Nanosatellit auf dem Weg ins All

TUGSAT-1 wurde unter Beteiligung von Studierenden an der TU Graz gebaut und getestet. (© TU Graz/Lunghammer)

 

November 2012. Mit dem Start des eigenen Satelliten „TUGSAT-1“ wird Österreich zur Weltraumnation.

 

Mission „BRITE“ 

Im Rahmen der von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) geförderten Mission „BRITE“ – abgekürzt für Bright Target Explorer – haben Forscher und Studierende der TU Graz den ersten österreichischen Satelliten TUGSAT-1 gebaut und getestet. Mindestens zwei Jahre lang wird er in einer Höhe von 800 Kilometern wissenschaftliche Daten über Helligkeitsschwankungen bestimmter Sterne sammeln und an das Kontrollzentrum in die steirische Landeshauptstadt senden.

 

Erfolgsrezept Kooperation
Die TU Graz trägt die Hauptverantwortung für TUGSAT-1 – bei ihr liegen neben Bau und Test des Satelliten auch das Projektmanagement, der Start einschließlich Logistik sowie der Betrieb des Satelliten und der Bodenstation in Graz. Die Sternenkamera an Bord des Satelliten ist das wissenschaftliche Herzstück der Mission – sie kommt von den Universitäten Wien und Toronto. Die TU Wien ist mit der zweiten Bodenstation ebenfalls am Projekt beteiligt.

 

Trägerrakete. Start in Indien

Eine Trägerrakete nimmt den Grazer Satelliten vom südindischen Satish Dhawan Space Centre mit ins All. Mit an Bord ist mit dem kanadischen Prototypen UniBRITE auch der Schwestersatellit der Universität Wien, der am Space Flight Lab Toronto gebaut wurde. Im Rahmen der Mission werden insgesamt sechs Nanosatelliten aus Österreich, Polen und Kanada ins All geschickt.

 

Weltraumwürfel mit 20 cm Kantenlänge
Dank nickelbeschichtetem Aluminium wiegt der Würfel mit einer
Kantenlänge von 20 Zentimetern lediglich sieben Kilogramm. Er zählt damit zur Klasse der „Nanosatelliten“. Die technische Ausstattung ist beeindruckend: Eine Sternenkamera, zwei Computer, Massenspeicher, Lageregelung, thermische Kontrolle, Stromversorgung und Datenübertragung sind im Weltraumwürfel integriert. TUGSAT-1 ist außerdem einer der ersten Nanosatelliten mit derart präziser Dreiachsenstabilisierung: Diese sorgt dafür, dass der Satellit im Orbit exakt in Position bleibt und die Spezialkamera die Sterne jeweils bis zu 15 Minuten lang präzise im Fokus behält.

 

Helle Sterne im Visier
Im Fokus der Mission stehen sogenannte helle, massereiche Sterne. Diese etwa 500 Sterne sind von der Erde aus zwar mit freiem Auge sichtbar, bislang aber ein noch zu weiten Teilen ungelöstes Rätsel. Über einen längeren Zeitraum beobachtet erlaubt das feine Pulsieren der Sterne Rückschlüsse auf ihren Aufbau, ihre chemische Zusammensetzung und ihr Alter. Die Forscher erwarten sich außerdem neue Erkenntnisse über die Rotation und die inneren chemischen Vorgänge der leuchtenden
Himmelskörper. Mit neuem Wissen will man die Theorien über die Entstehung dieser Sterne zu verbessern.

Daten und Fakten zu TUGSAT-1
Abmessungen: 20 x 20 x 20 cm (Nanosatellit)
Gewicht: ca. 7 kg
Datenübertragungsrate: mindestens 32 kbit/s, maximal 256 kbit/s
Übertragenes Datenvolumen pro Tag: ca. 2.000 bis 8.000 KB
Sendeleistung: 0,5 Watt
Frequenzbereiche: S-Band (downlink), UHF (uplink)

Weitere Informationen: www.tugsat.tugraz.at.

Quelle: Medieninfo TU Graz vom 5. November 2012.

Weltraumwürfel TUGSAT-1. Fotogalerie (2012)

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