Unser Leben, unsere Welt überaus krtisch gesehen

Werden wir für dumm verkauft? Sind die Politik und die Medien überhaupt noch fähig (und bereit), über lebenswichtige Themen wie unsere Ernährung, unsere Gesundheit, unser Klima oder über die Finanzwirtschaft sachkundig, kritisch und allgemein verständlich zu informieren? Wer vertritt den tatsächlich noch die Interessen der Menschen gegenüber den milliardenschweren und multinationalen Industriekonzernen?

Hier werden ohne weitere Wertung Publikationen präsentiert, die sich mt "heißen Eisen" auseinandersetzen und versuchen, hinter die Kulissen zu schauen und Licht in so manche Dunkelheit zu bringen. Und dann gibt es noch Tipps für hilfreiche, zukunftsweisende Links.

Petra Dobner. Quer zum Strom

 

2013. Wasser bestimmt unser aller Leben. Nicht immer ist uns das so ganz bewusst, auch nicht die oft vielschichtigen Interessen an unserem kostbaren Nass: Die 'Streitschrift über das Wasser' informiert umfassend, sehr fundiert und mit vielen Beispielen über Hintergründe, Fakten und die unterschiedlichen Interessen im Umgang mit dieser ökologischen Ressource. Während Hochwasser, Sturmfluten und steigende Meeresspiegel die Menschheit bedrohen, leidet sie gleichzeitig vielerorts am Wassermangel. Treffend formuliert die Autorin, dass es 'mit dem Hahnzudrehen beim Zähneputzen nicht getan ist', und zeigt - allerdings ohne zusammenfassende Lösungsvorschläge - sehr krtitisch heikle Facetten der Wassernutzung auf wie z. B.

  • Gewässergüte und nicht biologisch abbaubare Schadstoffe, die über die Nahrungskette auch den Menschen erreichen
  • Wasserversorgung als soziale Verpflichtung und öffentliche Verantwortung oder unnotwendige und vor allem gewinnorientierte Privatisierungsaktivitäten
  • Nahrungsmittel aus der Wasserleitung (zumindest in Mitteleuropa) oder Mineralwasserkult der Flaschenwasserindustrie.

 

Quer zum Strom. Eine Streitschrift über das Wasser.

Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2013. Reihe Politik bei Wagenbach (Hg. Patrizia Nanz). € 15,40.

Johannes Fischler. New Cage. Esoterik 2.0

 

2013. Lifestyle, Beauty, Wellness, Selbstverwirklichung und in Ihrem Schatten Esoterik begleiten heute wie selbstverständlich unseren Alltag. Jeden Tag stolpern wir über - oft unbewusst - über diesen Boom in immer neuen Erscheinungsformen, und es ist fast unmöglich geworden, sich ihm gänzlich zu entziehen. Umfassend und spannend, ja fast ein wenig beunruhigend führt der Autor hinter die Kulissen des Geschäfts mit der Esoterik: Milliardenschwer soll die vielschichtige Esoterik 2.0 Industrie sein, die uns wie große Markenkonzerne mit ausgefeilten Marketing- und Werbemethoden, internationalen Vertriebsstrukturen und weltweitem Onlinehandel „beglückt“.

Umfangreiches Wissen und eigene Erfahrungen sind die Grundlagen der klaren und verständlichen Analysen des Psychologen Johannes Fischler. Sie machen deutlich, wie blind unsere Gesellschaft gegenüber dieser „Seelenfängerei“ ist und wie schwer es Menschen fällt, sich aus diesem neuen Esoterik Käfig (New Cage) zu befreien. Mit sehr griffigen Formulierungen, Originalzitaten esoterischer Exponenten und vielen Beispielen geht er dem Massenphänomen nach, vergleicht unter anderem die Welten esoterisch versus normal und beschreibt die menschlichen Verhaltensmuster im Beziehungsgeflecht von Hirn, Glaube und Esoterik. Treffend meint Univ. Prof. Heinz Oberhummer von der TU Wien bereits im Vorwort, dass die Zukunft des Menschen (daher) im Wissen liege und nicht etwa im esoterischen Glauben.

 

New Cage. Esoterik 2.0. Wie sie die Köpfe leert und die Kassen füllt.

Molden Verlag 2013. 288 Seiten. € 19,99.

Elisabeth Hewson & Doc Farmwell. Das Bio Ketzer Buch

 

2013. Was stimmt nun wirklich und wem kann man überhaupt noch glauben? Ist Bio das wert, was es kostet, und ist es wirklich so gesund? Oder ist alles nur ein Schwindel?

Nachdem ich die fast Öko-Krimi-ähnlichen, unglaublichen "Geschichten aus dem Märchenland der gesunden Ernährung und über den scheinheiligen Zwerg Bio" gelesen hatte, war ich zuerst verunsichert und verärgert, ja wütend über die augenscheinliche Ohnmacht. Erstaunlich, was aus einer anfangs sinnvollen Biowelle wurde und wie undurchschaubar der Biomarkt heute ist. Die Autorin hat aber ihre fundiert scheinenden, unterhaltsam und mit viel Wortwitz geschriebenen, mutigen Analysen (über eine weitestgehend unzeitgemäße Land- und Viehwirtschaft(spolitik), maßlose Großkonzerne, den Handel und das Verhalten der Konsumenten) mit hilfreichen Argumenten gegen den Biowahn gewürzt. Ihr Schlusskapitel "Amen" und die Schlusstipps von Doc Farmwell machen es einfach, mit offenen und kritischen Augen durch unsere Bio-Welt zu gehen. Diese hilft zumindest kurzfristig, Geld zu sparen.

 

Das Bio Ketzer Buch. Vom Geschäft mit Glauben & Angst. Gebrauchsanweisung für vernunftbegabte Esser.

Amalthea Signum Verlag Wien 2011.

Lebensmittel im Mistkübel?

 

 

  • Überschüssige und zum Genuss noch taugliche Lebensmittel teilen oder tauschen: www.myfoodsharing.at

 

 

  • Die Wiener Tafel ‒ ein spendenfinanzierter Verein für sozialen Transfer - rettet täglich wertvolle Lebensmittel vor dem Müll und versorgt Armutsbetroffene mit den Warenspenden: www.wienertafel.at

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