Ausseerland-Salzkammergut. Leben zwischen Bergen und Seen

Ein wenig abgeschieden vom restlichen Österreich liegt das Ausseerland-Salzkammergut eingebettet zwischen Bergen und reich an großen und kleinen Seen. Die Auswahl an Wandermöglichkeiten ist vielfältig: Sie reicht vom Spaziergang durch einen Kurpark oder an einem Seeufer entlang und von einfachen Rundwanderwegen bis zu alpinen Touren und schwierigen Gipfelbesteigungen.

 

Hier lesen Sie über

  • Seenreich Ausseerland kommt im März oder April 2017!!!
  • Winterparadiese. Tauplitz und Loser
  • Tauplitz. 6-Seen-Wanderung
  • Salzkammergut. Kunst im öffentlichen Raum
  • Bücher und Links

Alpine Seenwelt im Ausseerland - Salzkammergut

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

März 2017. Traditionsverbunden und stolz, erfolgreich hartnäckig und vielleicht ein wenig eigensinnig sind wohl die zutreffendsten Charakteristika der Menschen im Ausseerland - Salzkammergut. So manch einer hat sie in Anlehnung an die vergnüglichen Abenteuer von Asterix und Obelix schon als die 'steirischen Gallier' bezeichnet. Etwas abgeschottet ist das Ausseerland ja wirklich und vom Norden her nur über den Pötschenpass erreichbar. Und vom Süden führt die Salzkammergut Straße B 145 beim Verkehrsknoten Stainach-Pürgg-Trautenfels in den weiten, von markanten Bergen und glasklaren Seen geprägten Talkessel 'im Mittelpunkt Österreichs'. Durch einen kurzen Straßentunnel geht es gleichsam wie durch ein Tor in eine bezaubernde Landschaft mit herausragenden Markenzeichen, wie zum Beispiel Grimming und Loser, Altausseer See, Grundlsee, Toplitzsee und Ödensee oder Narzissenfest.

Teiche am Fuße des Schlosses Trautenfels, dahinter links der mächtige Grimming. Und hinter der Bergkette liegt das steirische Ausseerland. © 2016 Reinhard A. Sudy

 

In Arbeit!

Mehr im März oder April 2017.

Bitte Geduld.

 

 

Altausseer See. © 2016 Reinhard A. Sudy

Winterparadies für Groß und Klein. Tauplitz und Loser

Text: Reinhard A. Sudy

Fotos: Tauplitzer Fremdenverkehrsgesellschaft m.b.H., Mirja Geh, Tom Lamm

Carven auf der Tauplitz. © Tauplitzer Fremdenverkehrsgesellschaft m.b.H.

Dezember 2016. Eingebettet zwischen Wäldern und Bergen liegen die bezaubernden Seen und Ortschaften des steirischen Salzkammerguts. Im Winter verwandelt sich diese reizvolle Landschaft mit den Skigebieten auf der Tauplitz und dem Loser in ein schneeweißes familienfreundliches Urlaubsparadies.

 

Vorfreude auf den Winter im Ausseerland - Salzkammergut kommt schon bei der Anreise durch das Ennstal beim Verkehrsknoten Stainach-Pürgg-Trautenfels auf. Ein letzter Blick zum romantischen Schloss Trautenfels, zum mächtigen Grimmingmassiv und hinauf zur Kirche der malerischen Ortschaft Pürgg. Dann führt die Salzkammergut Straße B 145 durch einen kurzen Straßentunnel wie durch ein Tor in den weiten Talkessel des Ausseerlands. Hier im Herzen Österreichs, in der ein wenig abgeschiedenen und verschneiten Winterlandschaft ist alles möglich: Skifahren und Snowboarden, Skitouren und Skilanglaufen, Schneeschuh- und Winterwandern, Eislaufen und Eisstockschießen, Rodeln und Pferdeschlittenfahrten. Nach dem winterlichen Sport- und Freizeitvergnügen für Groß und Klein und dem Après-Ski auf der Sonnenterrasse einer urigen Skihütte laden die GrimmingTherme in Bad Mitterndorf und das Narzissen Bad in Bad Aussee zum Entspannen ein. Es tut gut, in ihren Thermal- oder Solebecken zu sitzen und dabei den Blick auf beindruckende Bergkulissen zu genießen. Und für Hungrige werden in gemütlichen Gasthäusern und Restaurants regionale Fischgerichte mit Saibling und Forelle liebevoll zubereitet.

Skigebiet Tauplitz

Pistenpanorama © Tauplitzer Fremdenverkehrsgesellschaft m.b.H.

Wo im Sommer die Tauplitzer Seen auf dem Hochplateau der Tauplitzalm zum Wandern einladen, glitzert im winterlich-idyllischen Almdorf und auf den umliegenden Berghängen der Schnee im Sonnenlicht. Ein wahres Netzwerk an Schleppliften und Sesselliften verteilt die Wintersportler auf die vielen, weitläufigen Pisten in allen Schwierigkeitsgraden: Mit langen und selektiven Abfahrten, sonnigen Hängen für die ganze Familie, traumhaften Tiefschneeabfahrten, Höhenloipen und Winterwanderwegen. Eine 4er-Sesselbahn führt von der Ortschaft Tauplitz mitten in dieses schneesichere und sonnige Skiparadies, und von der Mautstelle in Bad Mitterndorf geht es mit dem Auto auf der Tauplitzalm-Alpenstraße hinauf. Die neue 8er-Gondelbahn Mitterstein bringt auch Winterwanderer von der Talstation an der Tauplitzalm-Alpenstraße hoch hinauf zu einem Höhen-Rundweg mit unglaublichen Fernblicken, der bis zum Lawinenstein Gipfel (1.965 m) führt.

Tal- und Höhen-Loipen

Skilangläufer finden für ihren gesundheitsfördernden Ausdauersport ideale Voraussetzungen vor der prachtvollen Kulisse von Dachsteinmassiv und Totem Gebirge. Das ausgedehnte klassische und Skating-Loipennetz führt kilometerweit über die glitzernden Schneefelder im Tal und mit der Höhenloipe auf der Tauplitzalm oder der romantischen Blaa-Alm Loipe in der Loser-Skiarena mitten in die alpine Bergwelt.

Skiresort Loser

Sonne, Schnee, Piste und Aussicht am Loser: Einfach herrlich. ® Mirja Geh

Der Hausberg von Altaussee mit seiner markanten Gipfelform ist auch Namensgeber des bezaubernden Familien-Skiresorts Loser. Es zählt zu den schönsten und vor allem nebelfreien Panorama-Skigebieten Österreichs - und von der Loserhütte oder der Loser Alm sind die Aussichten wirklich spektakulär. Ausgangspunkt des winterlichen Treibens ist die Skiarena, eine kleine Hochebene nahe Altaussee. Während die Kleinsten hier im Kinderland ihre ersten Schwünge versuchen, die Eltern die kilometerlange Familienabfahrt testen oder ihre Spuren durch unberührten Schnee ziehen, üben andere Wintergäste den Einkehrschwung in gemütliche Skihütten und genießen die Aussicht. Und bei einer Abendführung geht es vielleicht auf den Spuren des ‚weißen Golds‘ in die Tiefen der Salzwelten von Altaussee.

 

Skigebiet Tauplitz Online

Skiresort Loser Online

 

Stand: Winter 2016.

Gekürzt veröffentlicht: Loser & Tauplitz. In: box. Das Südsteiermarkmagazin. Ausgabe 71 Winter 2016. Seite 36 - 37.

Tauplitzalm. Die 6-Seen-Wanderung am Hochplateau

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

April 2016. Sechs Seen gibt es auf dem Hochplateau der Tauplitzalm zu erkunden, teilweise auch zu umrunden. Und dazu einige gute Möglichkeiten einzukehren, sich zu stärken und dabei den Ausblick zu genießen Unsere Wanderung führt zum Großsee, Märchensee, Tauplitzsee, Steirersee, Schwarzensee und am Ende zum Krallersee.

Großsee. © Reinhard A. Sudy

Vom Parkplatz ist der Anmarsch vorbei beim Berggasthof Hollhaus Richtung Osten bis zum Großsee etwas weiter als von der Bergstation des 4er-Sessellifts, die gleich oberhalb dieses Sees liegt. Die weite Wasserfläche des Großsees und den dahinter aufragenden Felsrücken schon vor Augen geht es am Westhang hinunter und am Nordufer weiter. Gleich zu Beginn zeigt ein Wegweiser den Waldsteig zum Märchensee. Der Abstecher zum diesem versteckt gelegenen, dunkelgrün-zauberhaften See lohnt sich. Vom Ufer des Großsees führt der Weg weiter, ein wenig später vorbei am unscheinbaren Tauplitzsee, bis zum viel beschriebenen Bankerl mit dem großartigen Blick auf die Felsformation des Sturzhahns und den tief unten in einen Kessel eingebetteten und waldgesäumten Steirersee. Von den Almhütten am Ostufer schlängelt sich nördlich und oberhalb des moosgrün leuchtenden Steirersees ein schmaler Steig bergauf und bergab zu einem kleinen bewaldeten Sattel, der den Steirersee mit dem stillen Schwarzensee verbindet. Für den Rückweg vom kiesigen Ufer des Schwarzensees, der auf einer Wegtafel übrigens als Schwarzsee bezeichnet wird, gibt es eine Wegvariante, die am Südufer des Steirersees nahe den beiden kleinen Inseln entlang führt. Dann aber geht es direkt auf der Almstraße zügig zurück, vorbei an der Sessellift-Bergstation und am Berggasthof Hollhaus, und noch ein kurzes Wegstück weiter Richtung Westen bis zum Krallersee. Mit diesem kleinen dunklen Moorsee ist dann auch der letzte der sechs Tauplitzalm-Seen erreicht.

Märchensee. © Reinhard A. Sudy
Großsee. © Reinhard A. Sudy

Auf dem Weg zum Steirersee

 

Neben einem Marterl am Westhang oberhalb des Steirersees findet sich diese leicht übersehbare Gedenktafel. Sie ist dem Steirischen Prinzen Erzherzog Johann gewidmet.

Steirersee. © Reinhard A. Sudy

Knapp vor dem Schwarzsee

 
Wenn man vor dieser leicht mitgenommenen Tafel mit den Eckdaten des Schwarzsees steht, sind es nur mehr wenige Schriite, bis der Wald sich lichtet und man auf den See hinunterblicken kann.

 

 

Schwarzsee oder Schwarzensee. © Reinhard A. Sudy

 

Internet Tipps

www.grazerhuette.at | Grazerhütte Tauplitzalm

www.alpenstraße.at | Tauplitzalm Alpenstraße

Salzkammergut. Kunstprojekt Politische Landschaft

Politische Landschaft, 2014/2015, Totes Gebirge, Foto: Grünschachner-Berger

 

Politische Landschaft

Kunst, Widerstand, Salzkammergut

 

Dieses temporäre Projekt des Instituts für Kunst im öffentlichen Raum Steiermark / Universalmuseum Joanneum in Kooperation mit dem Verein Netzwerk Salzkammergut ist auch Teil des Architektursommers 2015. Es findet an drei Standorten statt:

Stadt Graz

11. Juli bis 6. September 2015

Kunsthaus Graz, Lendkai 1, 8020 Graz

 

Altaussee

11. Juli 2015, 12 Uhr

Gemeindeamt, Ortsmitte, 8992 Altaussee

Rundfahrten mit den Künstlern: Altaussee, Bad Aussee, Toplitz See.

 

Bergwanderung Totes Gebirge West

12. Juli 2015, 10 - 18 Uhr

Zweite Bergwanderung Totes Gebirge West

18. Juli 2015. 10 - 18 Uhr

Bergwanderung ab Blaa-Alm über den Nagelsteig bis Ischler Hütte und zurück. Bergerfahrung und Wanderausrüstung sind erforderlich.

 

 

Stand: Sommer 2015.

Widerstands-Region und Rückzugsort

Das Ausseer Land und seine Umgebung ist eine sehr besondere Region im markanten Salzkammergut. Die Berglandschaft birgt neben ihren malerischen Reizen auch eine kollektive politische Geschichte, die Mensch und Gegend nachhaltig geprägt hat. Sehr viele Aktivitäten für und gegen den Hitler-Faschismus sammelten sich Mitte der 1940er Jahre im heutigen Dreieck der Bundesländer Salzburg, Oberösterreich und Steiermark. Für Teile eines partisanenartigen Widerstands wurden unzugängliche Bereiche des Hochgebirges zum mehrjährigen Rückzugsort. Nach dem Zusammenbruch des Regimes versteckten sich auch einige Nationalsozialisten für kurze Zeit in den Bergen oder lebten unerkannt in der Region. Wie unter einem Brennglas kulminierten die Ereignisse bis zum Mai 1945 um Kunstraub, Verrat, aktiven und passiven Widerstand, Flucht und Mord. Die Komplexität und Widersprüchlichkeit dieser Zeit hat normative Auswirkungen für unser politisches System bis heute, was immer weniger Menschen bewusst ist. 2015 jährt sich die Befreiung Europas vom nationalsozialistischen Totalitarismus zum Siebzigsten mal. Nur wenige Zeitzeugen werden dann noch am Leben sein.

 

Mehrteiliges temporäres Kunstprojekt

Das Kunstprojekt Politische Landschaft ist der Versuch, das Thema Erinnerung und kollektives Gedächtnis im Kontext der spezifischen Landschaft des Salzkammerguts und seiner politischen Geschichte in mehreren Schritten neu zu platzieren. Ein Teil der Arbeiten wird im Tal, ein anderer Teil im Hochgebirge stattfinden, ein dritter Teil ist im Kunsthaus Graz zu sehen. Ziel ist es, durch künstlerische Recherchen einen breiten regionalen Diskurs über die politische Geschichte der Region anzustoßen, der Fragen der Erinnerung, des Gedenkens und dem Politischen von Landschaft und Alltagskultur aus heutiger zeitgenössischer und künstlerischer Sicht anspricht.

 

Katalog bei Sternberg Press, Berlin.

 

Quellen: www.museum-joanneum.at |

             www.politische-landschaft.org | Projekt Website

Interessantes in Büchern und im Internet

Ausseerland – Salzkammergut Online

Ernst Nowotny. Das Heilig-Geist-Spital in Bad Aussee

 

2010. Die genauen Anfänge des Ausseer Spitals sind leider nicht bekannt, sein offizeller Bestand wird mit einer Urkunde aus 1395 dokumentiert. Damit beginnt auch die interessante Geschichte über das Auf und Ab des Heilig-Geist-Spitals zu Aussee und der Ausseer Spitalkirche. Sie findet Jahrhunderte später ihr Ende in der Zustimmung der Generaldirektion der Österreichischen Salinen zur Auflösung des Werkspitals 1956. Die Dokumentation der Restaurierungsarbeiten vor allem der  Spitalskirche reicht noch bis 1977/79.

 

Das Heilig-Geist-Spital in Bad Aussee. Geschichte eines steirischen Spitals und seiner Kirche-

Historischer Verein für Steiermark. Graz 1979. Sonderband 21. Herausgegeben von Karl Amon.

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