Schlösser, Burgen und Herrenhäuser

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  • Herrenhäuser. Radmeister, Hammerherren und Eisenverleger
  • Schloß Ehrenhausen in Arbeit!
  • Schloß Seggauberg in Arbeit!

Herrenhäuser, Verweserhäuser und Speichergebäude

Schloß Wasserberg in Ingering II. © 2015 Reinhard A. Sudy

Februar 2017. Reinhold Jagersberger dokumentiert an Hand von Herrenhäusern der Radmeister, Hammerherren und Eisenverleger die eindrucksvolle Geschichte des Eisenwesens und ihrer erfogreichen 'Manager' in der Steiermark.

Radmeisterkommunität
Dazu gehört die Vordernberger Radmeisterkommunität, von der ich durch dieses Buch zum ersten Mal 'gehört' habe. Ein eigenes Kapitel widmet sich dieser in der damaligen Zeit bedeutenden Vereinigung von Gewerken im Eisengewerbe, der auch Erzherzog Johann angehört hatte.
Eiserner Fensterkorb am Thorhof. © Reinhold Jagersberger

Alles aus Eisen

Die Bedeutung des Eisenwesens in dieser Zeit spiegelt sich auch in charakteristischen Gebäudedetails. Schmiedeiserne Gestaltungselemente ergänzen und schmücken reichlich die

Architektur dieser Epoche. Sie zeigen sich zum Beispiel als Fensterkörbe, Balkongitter, Brunnenlauben, mit Eisenblech beschlagene Türen oder Türklopfer - aus naheliegenden Gründen alle aus Eisen. Wie zum Beispiel der hier abgebildete kunstvoll gefertigte Fensterkorb am Thorhof in Reifling bei Judenburg mit seinen 'Schlingen, Voluten, Kreisen und Initialen in einem Diagonalnetz'. (S. 399)

Herrenhaus Schlacher in Preding bei Weiz. © Reinhold Jagersberger

Herrenhäuser

Die ausführliche Besprechung des Werkes über 'Herrenhäuser der Hammerherren, Radmeister und Eisenverleger in der Steiermark' folgt unten auf dieser Seite. Hier werden im Folgenden einige der vielen schönen Villen, Landsitze und Schlösser gezeigt und kurz beschrieben. Die Fotos dazu wurden dankenswerterweise vom Verlag bzw. Autor zur Verfügung gestellt.

 

Herrenhaus Schlacher

Diese von vorne gesehen schlank und hochgezogen wirkende Villa mit einem Turmtrakt links im Bild wurde 1885 durch den Hammergewerken Anton Schlacher in Preding bei Weiz errichtet. Die Seiten- und Rückansicht zeigt einen durchaus geräumigen Bau im typischen Gründerzeitstil. (S. 301)

Herrenhaus Stögmüller in Kleinfeistritz bei Weißkirchen. © Reinhold Jagersberger

Das Bild oben zeigt das Herrenhaus und das Personalhaus des Sensengewerken Stögmüller in Kleinfeistritz bei Weißkirchen im Bezirk Murtal. Sie sind Teil eines noch vollständig erhaltenen Gebäude-Ensembles bestehend aus Herrenhaus, Personalhaus, Kapelle, Schmiede und Gartenpavillon. (S. 382)

Das Herrenhaus Hackl (links oben) ist ein mächtig wirkender Gebäudekomplex direkt neben dem Schwablbach in Landl im Bezirk Liezen. Neben dem schlossähnlichen, zweigeschoßigen Haupthaus ragt ein schlanker Turm mit einer Turmuhr in die Höhe. (S. 80)

Die Gewerkenvilla Vogel oder Villa Wartberg (rechts oben) wurde weithin sichtbar auf einem Plateau in Wartberg im Bezirk Bruck-Mürzzuschlag errichtet. Beeindruckend sind ihre reich gegliederten Fassaden und die einstige Zufahrt mit einer Loggia und dem darüber liegendem Balkon. (S. 283)

Das Herrenhaus zum Pantz-Hammer (links unten) steht im Ortskern von St. Gallen im Bezirk Liezen. Das in Altrosa gefärbelte stattliche Gebäude beherbergt heute sinnigerweise das Informationsbüro des Vereins Eisenstraße. (S. 94)

Der einstige Kammerhof (rechts unten) mitten in Eisenerz im Bezirk Leoben wurde zum prächtigen Jagdschloss für Kaiser Franz Joseph I. aus- und umgebaut. Er beherbergte später das Eisenerzer Stadtmuseum und heute ist der Kammerhof das Zuhause des Österreichischen Post- und Telegraphenmuseums. (S. 212)

Südsteiermark. Schloß Seggau in  Leibnitz

© 2016 Reinhard A. Sudy
© 2016 Reinhard A. Sudy

März 2017. Seit jeher gilt Schloss Seggau als ein Ort der Kraft und der Begegnung. Die Geschichte seiner Umgebung führt bis in die Zeit der Kelten und der Römer. Heute ist der einstige Repräsentationssitz der steirischen Bischöfe mit eindrucksvollen Fürstenzimmern, der 'Seggauer Liesl', einer barocken Schlosskapelle (Marienkapelle) und einer moderne Michaelskapelle ein geschätztes Kongress - und Tagungszentrum mit einem Schloss-Hotel.

 

 

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An der Weinstraße. Die Schlösser von Ehrenhausen

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Schloß Ehrenhausen

Blick von Westen auf den noch weit entfernten Schloßhügel von Ehrenhausen, auf dem sich im sommerlichen Grün das Schloß verbirgt. © 2016 Reinhard A. Sudy
Hier zeigt sich im noch spärlichen Frühligs-Grün sehr deutlich der wuchtige Bau des Schlosses Ehrenhausen. © 2012 Reinhard A. Sudy
Herbststimmung. © Reinhard A. Sudy

März 2017. Viele Adels-Geschlechter haben im Lauf der Jahrhunderte die Herrschaft über Burg und Schloss Ehrenhausen in der Südsteiermark ausgeübt. Hoch oben am Hügel über der Mur und der kleinen Ortschaft Ehrenhausen schützte es einst die Mur-Übergänge, den Zugang ins dahinter liegende Tal Richtung Gamlitz und die Handelsstraße über den Platsch.

 

Ein steiler Weg führt vom Südende des Hauptplatzes hinauf auf den Schlossberg mit dem Mausoleum des Ruprecht von Eggenberg und der Schlossanlage.

 

 

 

 

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Mausoleum. © Reinhard A. Sudy

Mausoleum

Georgi Schloß

Gebäudekomplex des Georgi Schlössels in Ehrenhausen. © 2012 Reinhard A. Sudy

März 2017. Das 'Georgi Schlössl' - wie es von den Menschen hier genannt wird - hat sich in der Marktgemeinde Ehrenhausen an der steirischen Weinstraße gut versteckt. Nur eine schmale Zufahrt führt an Wohnhäusern vorbei zu dem unter Denkmalschutz stehenden Schloß im Tudor-Stil.

 
 
 
Georgi Schloß
Georgigasse 68, A-8461 Ehrenhausen

Telefon: +43 650 531 7771

office@georgischloss.at

www.georgischloss.at

 

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Fotogalerie. Schloß Ehrenhausen und Georgi Schloß

Literatur

Reinhold Jagersberger. Herrenhäuser der Hammerherren, Radmeister und Eisenverleger in der Steiermark

 

2017. Dieses Buch ist wahrlich ein 'Hammer' und lässt die spannende historische Epoche der 'schwarzen Grafen' in der Steiermark in Wort und Bild wieder lebendig werden. Aktuelle Fotos - Gesamtansichten und Ausschnitte - und dazu alte Aufnahmen begleiten die überaus beeindruckenden und ausführlichen Beschreibungen ihrer oftmals prachtvollen Wohnsitze in nahezu der ganzen Steiermark - nur Graz und die Südoststeiermark sind ausgenommen. Überraschend viele gibt es davon noch, die einst von den Radmeistern, Eisenverlegern und Hammerherren bewohnt wurden. Einige Speicherbauten, Verweserhäuser und historische Industriebauten runden diese eindrucksvolle und umfangreiche Dokumentation ab. Sie zeigt den einstigen Wohlstand der Erbauer, die durch Eisen zu Reichtum und gesellschaftlicher Anerkennung gekommen sind. Namen und Bezeichnungen wie Eisenerz, Erzberg oder Eisenstraße erinnern an diese Epoche.

Mit den in der Übersichtskarte in ihrer Verteilung ersichtlichen vielen, vielen Einzelbeispielen setzt sich der Autor ebenso intensiv auseinander wie einleitend mit der einstigen Bedeutung des Eisenwesens für die Steiermark, dem sozial-gesellschaftlichen Aufstieg der Rad- und Hammermeister und mit Fragen der Standortwahl für Betriebe und Wohnstätten. Das Glossar gegen Ende des Buches hat mir im Nachhinein so Einiges verständlicher gemacht und der umfangreiche Anhang zum Beispiel mit einer Übersicht von Geadelten und Adeligen des steirischen Eisenwesens sollte nicht übersehen werden.

Meine mit diesem Buch verbrachten Stunden empfinde ich jetzt wie einen faszinierenden Geschichtsuntericht zum Sehen und Lesen.

 

Herrenhäuser der Hammerherren, Radmeister und Eisenverleger in der Steiermark.

Verlag F. Sammler 2015. 513 Seiten. € 49,90.

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