Beisl, Restaurants, Bars und Cafes. Da rührt sich was

Hier lesen Sie ein wenig über die Grazer Beisl-, Kaffeehaus- und auch Bar-Kultur. Und über einige Restaurants. Sehr persönlich ausgewählt sind die Schilderungen über Altes, Neues und auch Vergangenes dieser lebendigen und manches Mal sehr kurzlebigen Szene.

  • Meine Lokale
  • L'angolo demnächst!
  • Brötchen und Tramezzini
  • Zum Schmökern

Meine Lieblings-Bars, -Cafes und -Restaurants

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

© 2016 Reinhard A. Sudy

Dezember 2016.

 

Da arbeite ich heftig daran und bin nocheinmal überall unterwegs.

Bar Albert in der Herrengasse 11

Der Hausherrr 'Albert' in seiner kleinen aber feinen Bar in Graz. © 2016 Reinhard A. Sudy

2x Bar Albert

Herrengasse 11, 8010 Graz

Unterer Stadtplatz 12, 6330 Kufstein

www.bar-albert.com

El Pescador in der Landhausgasse 6

El Pescador. © 2016 Reinhard A. Sudy

EL PESCADOR im Rathaus

Landhausgasse 6, 8010 Graz

www.elpescador.at

Schmidhofer im Palais in der Sackstraße 16

Straßenfassade des Schmidhofer im Palais. © Ausschnitt aus der Webseite

Schmidhofer im Palais

Sackstraße 16, 8010 Graz

www.schmidhoferimpalais.com

Brötchen oder Tramezzini?

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Ich mag beides. Und beides gibt es im Grazer Stadtzentrum in großer Auswahl und ausgezeichneter Qualität: Die Brötchen beim Frankowitsch und die Tramezzini im Tergeste oder im La Baguette.

 

Hier lesen Sie darüber und auch ein wenig über Stadtgeschichte

  • Frankowitsch-Brötchen. Stempfergasse demnächst!
  • Tramezzini, Grazer Stadtmauer und Hammer-Purgstall

Frankowitsch-Brötchen. Klassiker und Treffpunkt

In Vorbereitung!

Tramezzini-Paradiese. La Baguette und Tergeste

Tramezzini "gerollt". (Foto: Sudy)

Es war einmal. Da hat sich einiges getan, seit ich über die drei Lokale mit den köstlichsten Tramezzini von Graz geschrieben habe. Die damalige Quelle der gut gefüllten, saftigen Tramezzini, das La Baguette, gab es lange Zeit noch, wenn an auch an einem neuen Standort. Zwei andere Lokale haben sich im Auf  und Ab der Gastronomie-Szene verändert. Aber zumindest einen neuen Geheimtipp für köstliche Tramezzini habe ich wieder entdeckt. Und, auch die kurze Schilderung über den Grazer Orientalisten Joseph Freiherr von Hammer–Purgstall auf einer Gedenktafel sowie die alte Stadt- und Festungsmauer haben noch ihre Richtigkeit. Hier nun die kurze Geschichte über alte und neue Cafes, Tramezzini und Bilder.

 

Tramezzini Cafe-Bar (-)
Vom Hauptplatz kommend gab es gleich am Anfang der Sporgasse, am Ende des kurzen Akadenganges, rechterhand eine zwar sehr sehr kleine aber gemütliche Cafe-Bar. Bilder des bekannten Grazer Malers Hans Beletz schmückten hier die Wände. Die Auswahl an köstlichen und gut gefüllten Tramezzinis machte es nicht leicht, sich zu entscheiden. Diese winzig kleine Tramezzini Cafe-Bar und ein ebenso winziger Zuckerlladen unmittelbar daneben, ein wahres Paradies an Süßigkeiten, sind heute ein italienischer Eissalon (Amorino). Tramezzini gibt es hier ebenso wenig wie im einstigen Cafe Segafredo am Andreas-Hofer-Platz, das nach einem abwechslungsreichen "Lokalleben" und längeren "Leer-Zeiten" wieder belebt aber Tramezzini-los ist.

Cafe Segafredo (-)
Das klassische schwarz-rot der Segafredo Cafes bildete einmal den kontrastreichen Rahmen für interessante Bilder, die von der gleich gegenüber gelegenen - ehemaligen - Kunst/Galerie im Wakonig-Haus ausgestellt wurden. Besonders köstlich waren in diesem Cafe am Andreas-Hofer-Platz, der einmal Fischplatz hieß, die saftigen, gerollten und großen Tramezzinis, von denen es immer mehrere Sorten zur Auswahl gab. Das Lokal hat inzwischen viele Besitzer kommen und gehen aber keine Tramezzini mehr gesehen.

Geblieben ist aber die Tafel am alten Eck-Gebäude an der Stadt- und Festungsmauer, die erzählt, dass hier am 9. Juni 1744 Joseph Freiherr von Hammer–Purgstall geboren wurde, ein zu seiner Zeit bekannter Orientforscher, Schöpfer und erster Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften.
 
Alte Stadt- und Festungsmauer

Neben der Erinnerungstafel an Joseph Freiherr von Hammer–Purgstall gibt es eine weitere Tafel an einem frei gelegten alten Mauerstück, die folgendes erzählt: "Am 11. April 1820 stellten Anton und Anna Steinhofer einen Revers an die K.K.Domainen Adminstration zur Sicherstellung der Verbindlichkeit aus. Diese zum K.K. Fortifikatorium gehörige Courdin-Mauer immerfort auf eigene Kosten im guten Stande zu erhalten. (Aus der Grundbuchseintragung vom 13. April 1820, N0. 1605)"

 

La Baguette (-)
Die Quelle all dieser köstlichen Tramezzini, dreieckig oder gerollt, lag in der Reitschulgasse. In einem kleinen, eher unscheinbaren Straßenlokal gab es sie in großer Auswahl, zum dort Essen oder auch zum Mitnehmen. Die Qualität der Tramezzini hat sich über die Jahre gehalten. Sie schmecken mir noch immer ausgezeichnet, nur der Standort des Lokals wurde in die Mandellstraße 38 verlegt, was mir sehr entgegen kommt. Natürlich gibt es dem Lokal-Namen entsprechend auch über ein Dutzend Baguettevariationen.

Neuerdings gibt es eine kleine Aussenstelle in Herzen der Altstadt, und zwar gleich am Anfang der Sackstraße.

Doch leider, zuerst wurde diese Tramezzini-Innenstadtfiliale aufgelassen, und ohne Vorankündigung sperrte auch der Standort in der Mandellstraße - ein Woche zuvor hatte ich dort noch eingekauft.

 

Tergeste (+)

Neu in der Grazer Tramezzini-Szene ist ein kleines Lokal am Tummelplatz. Ziemlich versteckt hinter dem weitläufigen Gastgarten eines Cafes und im Hauswinkel zum Akademischen Gymnasium stehen einige kleine Tische und Klappsessel entlang der Hausmauer.

Demnächst mehr!

  

Aktuelle Lokal-Informationen

  • La Baguette

Mandellstraße 38, 8010 Graz
www.labaguette.at
Tel. 0043 (0)316 818386

  • Tergeste

Tummelplatz, 8010 Graz  

Tel. 0043 (0)664 73769132

 

 

Stand: Frühjahr 2004. Geringfügig geändert und mit einer Einleitung ergänzt am 26. März und 8. August 2012. Zuletzt geändert im November 2016.

Veröffentlicht: Tramezzini. Italienische "Sandwiches" in Grazer Cafes. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 41 März 2004. Seite 44.

In den Gewölben der alten Stadt- und Festungsmauer am belebten Andreas-Hofer-Platz war das Cafe Segafredo untergebracht. (Fotos: Sudy)

Bücher. Einfach zum Lesen oder Durchblättern

Operncafe. Kulissenwechsel 1861 2011

 

2017.

 

 

 

Bitte Geduld!

 

 

 

 

 

150 Jahre Operncafe. Kulissenwechsel 1861 2011

Andrea Stift, Wolfgang Kühnelt (Hg.). Grazer Beislballaden

 

2014. Gerade habe ich die letzte, spannende Beisl-Geschichte von Robert Preis über den Fremden im Cafe Bali zu Ende gelesen. Den beiden Herausgebern sei gedankt für diesen originellen Beislführer quer durch Graz und eine überaus bunte Autorenwelt von A bis W wie z. B. Georg Altziebler, Helwig Brunner, Constanze Dennig, Günter Eichberger, Valerie Fritsch, Katja Grach, Mathias Grilj bis Walter Wok und Andrea Wolfmayr. Deren Beiträge über 29 unterschiedlichste Lokale führen in ebenso unterschiedliche literarische und kulinarische Geschmackswelten.

Vielleicht folgt einmal eine neue Auflage, erweitert um einige der fehlenden oder als Erinnerung an einst legendäre Beisln wie z. B. das l'angolo. In der Zwischenzeit werde ich mich weiterbilden und mich einmal in die (wenigen) hineinsetzen, in denen ich noch nie war.

 

Grazer Beislballaden.

Leykam Verlag 2013. 167 Seiten. € 12,90.

 

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