Oberösterreich. Reich an Industrie, Kultur und Natur

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Oberösterreich im Internet

Alles überragend ist der Turm der Marienkirche (Neuer Dom) in der Linzer Altstadt. (Foto: Stadt Linz)

Kulturhauptstadt Europas | UNESCO City of Media Arts

Die Donaustadt Linz, Hauptstadt des Bundeslandes Oberösterreich, ist nach Wien und Graz die drittgrößte Stadt Österreichs. Zwischen ihrer unübersehbaren industriellen Prägung und dem wohltuend barocken Stadtkern mit zahlreichen Sakralbauten hat sich das Image von Linz in den letzten Jahrzehnten Schritt für Schritt verändert: Zu einem neuen und dynamischen Industrie- und Technologiezentrum, mit wachsenden touristischen und Kultur-Angeboten und neuer Lebensqualität. Mit dem Kulturhauptstadtjahr 2009 ist Linz nun auch international bekannter geworden.  

Linz – Kulturhaupstadt Europas 2009

Für 365 Tage lang war Linz 2009 die Europäische Kulturhauptstadt. Mit ihren zahlreichen Veranstaltungen, Ausstellungen, Festivals, Aktionen und Projekten hat das Kulturhauptstadtjahr viele Menschen erreicht.

Linz09 | Archiv-Website

UNESCO-City of Media Arts

Aktueller ist die Aufnahme in das Netzwerk Creative Cities der UNESCO (UCCN). Dieses verbindet weltweit zukunftsorientierte Städte und Metropolen in den folgenden sieben Bereichen der Kreativwirtschaft: Literatur, Film, Musik, Handwerk und Volkskunst, Design, Gastronomie und eben Medienkunst.

Seit dem 1. Dezember 2014 trägt Linz, ein Pionier im Bereich der digitalen Medienkunst, den Titel 'UNESCO-City of Media Arts'. Weitere 'UNESCO-Cities of Media Arts' sind Enghien-les-Bains und Lyon (Frankreich), Sapporo (Japan), Dakar (Senegal), Gwangju (Südkorea), Tel Aviv-Yafo (Israel) und York (Großbritannien).

LINZ - UNESCO City of Media Arts | Linz Kultur

UNESCO Creative Cities Network |

 

 

Stand. 2015.

Linz. Zwischen Minoritenkirche und Neuer Dom

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Die Landeshauptstadt Oberösterreichs ist nach wie vor eine beachtliche Industriestadt und gemeinsam mit der litauischen Hauptstadt Vilnius war sie im Jahr 2009 europäische Kulturhauptstadt. Malerisch breitet sich der Stadtkern von Linz zu beiden Seiten der Donau aus, und für einige Jahre residierte hier der österreichische Kaiser Friedrich III. Zu seiner Zeit gab es noch keine Linzer Torte, die in der Backstube der Konditorei Jindrak entstanden ist und zu meinen Lieblings-Süßspeisen zählt.

Vor kurzem sichtete ich meine Unterlagen über die Donaustadt Linz. Notizen und Fotos erinnerten mich an einen Spaziergang, etwas abseits vom geschäftigen Treiben, durch die Linzer Innenstadt. Als ich vor kurzem wieder dort war, ging ich noch einmal durch dieselben Gassen und über dieselben Plätze. Vieles, aber doch nicht alles, fand ich unverändert vor.

 

Zwischen Minoritenkirche und „Neuer Dom“

Den beeindruckenden Gebäudekomplex von Minoritenkirche und Landhaus mit all seinen Sehenswürdigkeiten und das geschäftige Treiben dort hatte ich hinter mir gelassen. Von der Parkanlage an der Promenade ging ich ein kurzes Stück hinein in die Klammstraße. Hier stieß ich wieder auf die schmuckvoll gestaltete, gut erhaltene Schaufensterfassade des Fleischhauers Franz Schütz. Die Auslagenscheiben waren bei meinem letzten Besuch noch verpickt gewesen und Kundschaft hatte es schon damals seit langem keine mehr gegeben. Diesmal aber … Dann bog ich linker Hand ab in die Waltherstraße. Diese und eine Gedenktafel erinnern an den Minnesänger Walther von der Vogelweide. In der parallel zur Herrengasse verlaufenden Waltherstraße schlenderte ich auf den Neuen Dom zu, dessen Turm über die Gebäudedächer hoch in den blauen Himmel ragte. Mit jedem Schritt wurde die größte Kirche Österreichs deutlicher und beeindruckender.

 

Neuer Dom

Lange dauerte es von der bereits 1855 getroffenen Entscheidung, den Mariä-Empfängnis-Dom zu bauen, bis zur Grundsteinlegung 1862, seiner Fertigstellung und der Weihe im April 1924. Vom Mariä-Empfängnis-Dom oder vom Mariendom spricht aber heute kaum jemand. Er wird von vielen einfach „Der Neue“ genannt.

Beachtlicher als der Fassungsraum für 20.000 Personen ist die Turmhöhe von 134 Metern. Der ursprünglich geplante höchste Kirchturm Österreichs soll ein wenig – um zwei Meter – verkürzt worden sein, um einen Konflikt mit Wien zu vermeiden. Durch das aufgesetzte fünf Meter hohe Eisenkreuz überragt der Neue Dom heute den 136 Meter hohen Wiener Stephansdom ganz knapp. An dritter Stelle im österreichischen Kirchturm – Ranking liegt übrigens die Grazer Herz-Jesu-Kirche mit 134 Meter.

 

Dom Szene

  • Zwei empfehlenswerte Restaurants gibt es in unmittelbarer Domnähe: Das domviertel relounge in der Herrenstraße 36 (www.domviertelrelounge.at) und das Non Solo Vino Restaurant & Delikatessen an der Ecke Herrenstraße / Bischofstraße 15 (http://nonsolovino.gemeindeausstellung.at).
  • Erst seit kurzem gibt es in der südlich des Neuen Doms gelegenen Stifterstraße 4 das Hotel am Domplatz (www.hotelamdomplatz.at), dass ich zwar noch nicht kenne, aber sehr gut beschrieben wird.

 

Infos & Tipps

 

Literaturtipps

  • Linz. Panorama der Kulturhauptstadt. Bernhard Barta / Manfred Horvath. Christian Brandstätter Verlag 2009.

 

Stand: 2010.

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