Dresden. Glanzvoll barocke Stadt an der Elbe

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Zweihundertjähriges Jubiläum Richard Wagner (2013)

Zweihundertjähriges Jubiläum Richard Wagner. Motiv und Slogan. (© Dresden Marketing GmbH)

Dresden. Richard Wagner-Jahr 2013

 

Sieben Jahre lebte und komponierte Richard Wagner in der sächsischen Landeshauptstadt. Hier entstanden die Opern „Tannhäuser“ und „Lohengrin“. Anlässlich des 200. Geburtstags sowie des 130. Todestags des großen Komponisten werden an verschiedenen Spielorten in Dresden, wie in der Semperoper und in der Frauenkirche seine Werke aufgeführt.

 

www.dresden.de

www.semperoper.de

www.frauenkirche.dresden.de

www.wagnerjahr2013.de

Glanzvolles Dresden. Ein Streifzug durch die barocke Stadt an der Elbe

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Der Goldene Reiter unmittelbar am Beginn der Hauptstraße auf der rechten Elbseite. (Foto: Sudy)

Als ich das erste Mal für ein paar Tage in Dresden war faszinierten mich die Vielfalt der inneren Stadtviertel, deren anfängliche Ungeordnetheit und die in ihrem breiten und tiefen Flussbett ruhig - für mich in die falsche Richtung - fließende Elbe.

 

Meinen Streifzug in Dresden, der auch als „Elbflorenz" bezeichneten Landeshauptstadt von Sachsen, begann ich in der Altstadt. Die Augustusbrücke führte mich dann weiter in das barocke Dresden. Nach einem kurzen Blick in die Neustadt-Szene brachte mich im Vorort Loschwitz die Standseilbahn zum "Blauen Wunder".

 

Leidgeprüfte Altstadt
Dicht aneinander gedrängt und nahe am linken Elbeufer sind die historischen Sehenswürdigkeiten Dresdens. Unwillkürlich wurde ich an die Bilder der Schäden durch die Wassermassen der Elbe und die Zerstörungen und Opfer der Bombenangriffe zu Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert. Besonders beeindruckt hat mich die Gedächtniskapelle in der Katholischen Hofkirche. Die ursprünglich dem böhmischen Heiligen Johann Nepomuk geweihte Kapelle ist heute insbesondere den Opfern des 13. Februar 1945, aber auch allen Opfern ungerechter Gewalt gewidmet. Zentrales Element der Gedächtniskapelle ist das moderne Mahnmal aus Meissner Porzellan, das vom Dresdner Bildhauer Friedrich Press (1904-1990) als Altar gestaltet wurde. Leider hatte ich bei meinem zweiten Besuch in Dresden nicht ausreichend Zeit, in endlos langen Menschenschlangen auf die Besichtigung der am 30. Oktober 2005 feierlich geweihten Frauenkirche zu Dresden zu warten. Doch ich komme ja wieder.

 

Barockes Dresden
Vom Altstadtzentrum spazierte ich über die Augustusbrücke auf die rechte Elbeseite zu einem weithin sichtbaren goldenen Reiter, unmittelbar am Beginn der Hauptstraße. Diese Fußgänger- und Einkaufszone endet am Albertplatz. Linkerhand der Hauptstraße liegt das barocke Viertel von Dresden mit der Königsstraße, vielen kleinen Gassen, Plätzen, Passagen und Innenhöfen. Der hoch aufragende Kirchturm der Dreikönigskirche mitten in diesem Stadtteil mit zahlreichen Restau- rants, Cafés und Kneipen, Boutiquen und Galerien war für mich eine hilfreiche Orientierung.
Etwas versteckt liegt hier das Societaetstheater, Dresdens ältestes Theater. 167 Jahre nach Beendigung des regelmäßigen Spielbetriebs wurde es 1999 wieder eröffnet. Auf zwei kleinen Bühnen präsentiert das Societaetstheater unkonventionelle Aufführungen.

 

Blick vom Turm der Dreikönigskirche
Hoch ragt der Turm der 1739 vollendeten Dreikönigskirche über das barocke Stadtviertel von Dresden. 86,5 m sind es bis zum Kreuz an der Turmspitze, aber Gott sei Dank nur ca. 45 m bis zum Aussichtsrundgang mit dem wohl schönsten Blick über ganz Dresden. Weithin hörbar ist der schöne As-Dur- Dreiklang der 1973 neu gegossenen Glocken.

 

Vom Albertplatz nach Loschwitz
Ein etwas anderes Dresden erwartete mich in der Neustadt zwischen Albertplatz und Alaunplatz. Teilweise bunt und laut, mit originellen und schrägen Läden, mit kleinen Gassen, Durchgängen und vielen Lokalen ist dieser Stadtteil ein Szenetreff vor allem jüngerer Menschen. Versteckt zwischen den Gassen der Neustadt entdeckte ich Hinterhöfe als „Kunsthöfe", die mit kleinen Geschäften und interessant verschönerten Hausfassaden gestaltet worden sind. So beispielsweise die wohl bekannteste Kunsthofpassage zwischen der Alaunstraße und der Görlitzer Straße mit dem Hof der Elemente.

Fasziniert war ich von der 1880 gegründeten Dresdner Molkerei der Gebrüder Pfund. Einheimische und Besucher drängen sich gleichermaßen in der Pfunds Molkerei in der Bautzner Straße 79, ein eigentümlich schöner, kleiner Milchladen mit wunderbar restaurierter filigraner Fliesenkunst. Von hier waren es nur ein paar Schritte zur Straßenbahnhaltestelle der Linie Nr. 11 Richtung Bühlau, die mich durch die schönen Dresdner Vororte fast unmittelbar bis in das Zentrum von Loschwitz brachte.

 

Standseilbahn und Blaue Brücke
Neben der Schwebebahn, die seit 1901 nach Oberloschwitz führt, gibt es in Loschwitz bereits seit 1895 eine Standseilbahn. Vom Ortszentrum ist es nur ein kurzer Fußweg bis zur oberen Einstiegsstelle dieser Standseilbahn, die bereits seit 1895 ins Tal ans Elbeufer hinunterführt. Dort zwischen den eleganten Wohnvierteln von Loschwitz und Blasewitz überquert eine 3500 Tonnen schwere, mächtige Hängebrücke mit einer Spannweite von 141,5 Metern die Elbe. Zu Fuß ging ich über dieses "Blaue Wunder" weiter an das andere Elbeufer zum Schillerplatz. Mit der Straßenbahn Nr. 6 fuhr ich zurück zum Albertplatz, dem Ausgangspunkt meiner kleinen Rundfahrt.

 

Tipps. Essen und Schlafen

 

Paulaner's im Taschenberg Palais ist eine gemütliche bayerische Brauhaus- Außenstelle im Herzen der Dresdner Altstadt.

Am Taschenberg 3, 01607 Dresden
+49(0)351/4960174

 

L'Art de Vie ist ein kleines, trendig gestaltetes und ein wenig versteckt gelegenes Restaurant im Societaetstheater unmittelbar bei der Dreikönigskirche.
An der Dreikönigskirche 1a, 01097 Dresden
+49(0)351/8027300
www.societaetstheater.de

 

Der Spanier El Espanol hat seinen hübschen Gastgarten unter den großen Bäumen am Vorplatz der Dreikönigskirche.
An der Dreikönigskirche 7, 01097 Dresden
+49(0)351/8048670
www.elespanol.de

 

Yenidze ist eine im Stil einer orientalischen Moschee erbaute ehemalige Zigarettenfabrik, die heute ein Kuppelrestaurant mit dem höchsten Biergarten von Dresden beherbergt.
Weißerritzstraße 3, 01067 Dresden
+49(0)351-4905990
www.kuppelrestaurant.de

 

Pfunds Molkerei ist ein faszinierender Milchladen mit einem Restaurant im ersten Stock in der Neustadt.
Bautzner Straße 79, 01099 Dresden
www.pfunds.de

 

Das art'hotel dresden verbindet moderne Architektur, Design und Kunst mit seiner angenehmen, direkt an die historische Altstadt grenzenden Lage.
Ostra-Allee 33, 01067 Dresden
+49(0)351/4922-0
www.artotels.com

 

Das sehr elegante Hotel Elbflorenz ist eingebunden in das World Trade Center Dresden und ist nur ein kurzes Stück vom eigentlichen Altstadtzentrum entfernt.
Rosenstraße 36, 01067 Dresden
+49(0)351/8640-0
www.hotel-elbflorenz.de

 

Stand: 2006. Zuletzt geändert im Jänner 2013.

Veröffentlicht: Glanzvolles Dresden. Ein Streifzug durch die barocke Stadt an der Elbe. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 51 September 2006. Seite 48 - 49.

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