Ken avo Bretagne. Unterwegs im 'Land am Meer'

Text: Reinhard A. Sudy

Fotos: Hedi Grager, Reinhard A. Sudy

Die westfranzösische Region Bretagne mit der Hauptstadt Rennes besteht heute aus den vier Départements

  • Côtes-d’Armor
  • Finistère
  • Ille-et-Vilaine und
  • Morbihan 

Hier lesen Sie ein wenig über

  • Nantes
  • Vannes
  • Rochefort-en-Terre
  • Zum Schmökern

Nantes. Einst Hauptstadt der historischen Bretagne

Die Großstadt Nantes weit im Westen Frankreichs ist heute die Hauptstadt der Region Pays de la Loire und eines der dynamischen und lebendigen Zentren für Kultur und Kunst in Frankreich.

Zeitweilig war Nantes die Hauptstadt der historischen Bretagne und findet hier daher einen kleinen Platz der Erinnerung.

Vannes. Ville d’Art et d’Histoire

Das Städtchen Vannes an der Südküste der Bretagne ist die Hauptstadt des Départements Morbihan. Die als „Ville d’Art et d’Histoire“ (Stadt der Kunst und der Geschichte) ausgezeichnete Kleinstadt liegt wie ein Amphitheater am Ende des Golfe du Morbihan.

 

Bitte Geduld. Ich arbeite daran!

 

 

Rochefort-en-Terre. Eine bezaubernde Dorfschönheit

Rochefort-en-Terre ist eine kleine französische Gemeinde im Département Morbihan und eines der bezauberndsten Dörfer Frankreichs.

 

Bitte Geduld. Ich arbeite auch daran!

 

 

Lese-Ecke zum Schmökern. Print und Online 

Niklas Bender (Hrsg). Bretagne

 

2017. Meine literarische Reise in das lebensfreudig-eigensinnige Land am atlantischen Ozean begann mit zwei Gedichten des in Paris geborenen Georges Poulot, der in der Bretagne zum Georges Perros wurde. Nach seinen fordernden, wie beiläufig hingeworfenen Gedanken und Bildern über bretonisches Wesen und Leben tauchte ich mit dem gebürtigen Bretonen Xavier Grall tief ein in seine Erinnerungen an das Heimatdorf Landivisiau.

Die Bretagne wird ja als ‚lieblich und rau, patriotisch und links‘ beschrieben und ‚gutes Essen, gastfreundliche und feierfreudige Bretonen‘ ziehen Besucher magisch an. Den unwahrscheinlich bunten Bogen festlicher Ereignisse beschreibt Yann Queffélec trefflich in ‚Musik‘: Vom weltweiten Segelboot-Treffen in Brest, der Tombées de la Nuit in Rennes u. a. mit Theater, Tanz, Musik, Poesie und Gauklern bis zu den Interkeltischen Festspielen in Lorient. Die ganze landschaftliche Vielfalt und zugleich Schlichtheit dieser französischen Region und ihr Reiz als ‚Land am Meer‘ haben mich schon bei meinen beiden leider viel zu kurzen Aufenthalten überrascht. So war es an zwei ruhigen Nachmittagen ein durchaus herausforderndes Vergnügen, der literarischen Einladung zu folgen und einige Autoren von früher und heute ein wenig kennen zu lernen, die von dem Land und seinen Menschen am äußersten Rand Europas erzählen. Sie haben mich auf unterschiedliche Weise in ihren Bann gezogen. Schmunzeln musste ich als ich sah, dass sich hinter Jean-Luc Bannalec ein deutscher Autor verbirgt, der bereits seit 2012 sehr erfolgreich Bretagne-Krimis schreibt. In 'Bretonische Verhältnisse' hat es der aus Paris versetzte Kommissar Dupin nicht immer einfach, wenn es z. B. um die Konsistenz und Qualität der bretonischen Blume des Salzes geht, die wie ‚ein Hauch auf der Zunge zerfällt‘. Sehr berührt hat mich die Schilderung einer schweigsam-sanften Nacht des nach ‚Sonne und Weizen riechenden‘ Fischerjungen Gauvain mit der Studentin aus Paris in ‚Wie eine Garbe in seinem Arm‘ von Benoite Groult. Und verzaubert hat mich Jean Guéhenno mit ‚Peiné oder Das verlorene Paradies‘. Er schildert hier den aufregend-ruhigen und unbekümmerten Alltag eines Jungen, der seine Ferien in der einsamen gelegenen, strohgedeckten Hütte seiner Großtante verbringt. Ja, auch meine Fremdsprachenkenntnisse konnte ich ein wenig erweitern. Dank einer Anmerkung des Herausgebers zum Gedicht ‚Brest‘ des Sängers Christophe Miossec weiß ich nun, daß 'Tonnerre de Brest' ein feststehender Ausdruck ist und 'Donnerwetter' bedeutet. Und von der Malerin und Schriftstellerin Denise Le Dantec lernte ich sogar ein wenig bretonisch und hoffe, daß auch bei Ihnen 'heol a zo' - die Sonne scheint. Ken avo - Auf Wiedersehen.

 

Bretagne. Eine literarische Einladung.

Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2017. 224. SALTO. 144 Seiten. Rotes Leinen. € 17,00.

 

www.bretagne.bzh | Region Bretagne

 

www.bretagne-reisen.de  | Tourisme de Bretagne

 

 

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