Unterwegs in Italien. Auf einem Blick

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Landkarte von Italien mit seinen Provinzen

© Europäische Kommission. Quellen: EUROPA. Die EU im Überblick / www.mygeo.info

Italien im Internet. Offiziell und populär

www.italia.it | offizielle Internetseite des italienischen Fremdenverkehrs

 

www.italien.com | Informationen für einen Urlaub in Italien

 

Italien erlesen. Land, Leute und Leben

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Gesellschaft und Politik

Paul Ginsborg. Italien retten

 

2012. Anläßlich des bevorstehenden 150. Jahrestags des italienischen Nationalstaats (1861 - 2011) setzt sich der Autor intensiv mit der Frage auseinander, wie es mit Italien weitergeht. Er befasst sich dazu engagiert mit der Geschichte, der Gegenwart und vor allem mit den folgenden vier Elementen als Basis einer erfolgreichen Zukunft: Tradition der städtischen Selbstverwaltung, Bezug zu Europa, Verwirklichung von Gleichheit sowie Sanftmut als soziale Tugend. Die Schlussfolgerungen dieses herrvorragenden Kenners der italienischen (Zeit) Geschichte haben für mich heute (2012) mehr denn je Aktualität.

 

Italien retten. Aus dem Italienischen von Friederike Hausmann und Rita Seuß.

Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2011. Deutsche Erstausgabe. Reihe Politik bei Wagenbach (Hg. Patrizia Nanz). WAT 655. 144 Seiten. € 10,90 (D) / 11,30 (A).

Küchen und Köche

Luciano Valabrega. Puntarelle & Pomodori

 

2016. Neugierig habe ich das samtig-rote Buch durchgeblättert und ein wenig ‚hineingelesen‘. Nach der ganz kurzen Einführung ganz zu Anfang und einem langen Blick auf das Foto mit der Vogelperspektive der Piazza del Popolo und der von ihr wegführenden Straßenzüge las ich genussvoll am Ende weiter: Eine launig-köstliche Rezept-Geschichte über ‚pane condito con il pomdore‘, also mit Tomate gewürztes Brot. Allzu gerne hätte ich danach den hausgemachten Zitronenkrautlikör von Seite 133 f gekostet. Mit Bewunderung las ich später vom unglaublichen Aufwand rund um die Artischocke (Seite 12 f) und vertiefte mich auf einer Dachterrasse in das Rezept gedörrter feiner Rindfleischstreifen und das damalige Groß-Familienleben in einem einzigen Zimmer (Seite 19 ff). Eindrucksvoll geschilderte Zeit- und Familienerlebnisse und eine Vielzahl von einfachen Speisen und Rezepten einer römisch-jüdischen Küche wechseln sich in diesem ungewöhnlichen Kochbuch ab und hielten mich in Atem. Und wer gezielt nach Speisen sucht (in italienischer Sprache und gut geordnet von den Vorspeisen bis zu den Nachspeisen) oder sich über Produkte (in deutscher Sprache und alphabetisch von den Artischocken auf jüdische Art bis zu den Zimt-Zwiebelchen) an die Rezepte heranpirschen möchte, kann auf zwei ausführliche Register zugreifen. Vielleicht mit ein paar Zucchiniblüten (Seite 9 f) als Stärkung zwischendurch.

 

Puntarelle & Pomodori. Die römisch-jüdische Küche meiner Familie. Aus dem Italienischen von Marianne Schneider.

Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2015. 214. SVLTO. € 15,90 (D) / 16,40 (A).

Alice Vollenweider. Italiens Provinzen und ihre Küche

 

2012. Mit den kurzweiligen Schilderungen ihrer otftmals sehr persönlichen Reiseerlebnisse führt die Autorin in nahezu alle Provinzen Italiens und in viele vertraute Städte. Sie erzählt dabei über die regionalen Eigenheiten der Küchen und auch ihrer Köche, über besondere Speisen, ihre Zubereitung und ihre Genießer, und sie verführt mit den 88 Rezepten zum Nachkochen. Die erste, bereits 1990 erschiene Ausgabe kenne ich zwar nicht, die aktuelle, sehr handliche Auflage (2011) empfand ich ungemein aktuell und wahrhaft "köstlich".

 

Italiens Provinzen und ihre Küche. Eine Reise und 88 Rezepte.

Verlag Klaus Wagenbach. Sechzehnte Auflage. Wagenbach / SVLTO. 160 Seiten. € 15,90 (D) / 16,40 (A).

Stadt und Land

Andreas Tönnesmann. Pienza

 

2014. Ich war zwar schon einige Male in der näheren Umgebung von Pienza unterwegs, aber noch nie in der Piusstadt selbst. Noch beim Lesen dieses Buches habe ich das kleine Städtchen auf die Liste meiner nächsten Reiseziele gesetzt. Die Beschreibung der Lebensgeschichte des Papstes Pius II. und seines Geburtsortes Corsignano und die Dokumentation der Entwicklung (und Umbennnung) dieses Dorfes in Pienza, der ersten geplanten Stadt der Renaissance, haben mich sehr beeindruckt. In nur wenigen Jahren (1458-1464) wurde ein einzigartiges städtebaulich-architektonisches Gesamt-Kunstwerk geschaffen.

 

Pienza. Städtebau und Humanismus.Aufnahmen von Gerhard Weiß.

Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2013. WAT 717. € 15,40.

Christine Monika Richter. Trient

 

2013. Die Autorin, mit einem beeindruckenden beruflichen Werdegang, zeichnet das Bild einer lebens- und liebenswerten italienischen Stadt mit großer Geschichte und imposanten Bauwerken. Eine der vorgeschlagenen Routen durch das schöne Stadtzentrum beispielsweise führt in die Fußgängerzone des Altstadtviertels Sass zwischen Domplatz und Cantone: Sehr detailliert beschreibt die Autorin dabei alle Sehenswürdigkeiten. Auf ihren Spaziergängen und kleinen Wanderungen zeigt sie auch die landschaftlichen Schönheiten der Hügel am Rande der Altstadt und der näheren Umgebung von Trient. Die vielen, gut beschrifteten Fotos empfand ich sehr angenehm. 2000 Jahre Stadtgeschichte und etwas Geografie kurz gefasst, einige Orientierungskarten der Altstadt und Reisetipps runden diesen Reiseführer über das einladende „Tor zum Süden“ ab.

 

Trient. Das Tor zum Süden.

Styria regional Carinthia 2013. € 19,99.

Dieter Richter. Neapel

 

2012. Wer Neapel wirklich kennen lernen möchte, muss sich Zeit nehmen. Ich nahm mir die Zeit, um diese weit in die Geschichte zurückgehende, überaus umfassende, kulturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit vielen Facetten dieser Mittelmeerstadt in Ruhe zu lesen. Dieses Buch ist kein üblicher Reiseführer mit aktuellen Tipps. Es hat mir Neapel aber näher gebracht und mich neugierig gemacht, den Spuren meines neuen Wissens zu folgen.

 

Neapel. Biographie einer Stadt. Originalausgabe.

Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2005. 2. Auflage im August 2005. WAT 509.

Federigo Tozzi. Mit geschlossenen Augen

 

2012. Federigo Tozzi beschreibt das Leben zur Zeit der - bereits vorigen - Jahrhundertwende in seiner toskanischen Heimat auf so präzise und doch einfühlsame Weise, dass ich mich "mitten drin" fühlte: Bedrückend das vergebliche Aufbegehren des jungen Pietro Rosi gegen seinen harten Vater, einen Gastwirt und Gutsbesitzer in Siena, und berührend seine naive Liebe zum reizvollen Bauernmädchen Ghisola. Es ist eines der wenigen Werke des sehr früh verstorbenen Autors, dessen italienische Originalausgabe 1919 erschienen ist.

 

Mit geschlossenen Augen. Roman. Aus dem Italienischen von Ragni Maria Gschwend.

Verlag Klaus Wagenbach. Zweite Auflage Berlin 2011. WAT 669. 192 Seiten. € 10,90 (D) / 11,30 (A).

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