Lombardei. Zwischen Bergseen und Poebene

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Mantua. Einst Residenzstadt der Gonzaga-Herzöge

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Duomo San Pietro an der Piazza Sordello. © Sudy

Dort, wo die drei italienischen Regionen Venetien, Lombardei und Emiglia Romagna aufeinander treffen, liegt auf einer kleinen Halbinsel das reizvolle Städtchen Mantua. Umgeben wird die einstige Residenzstadt der Gonzaga-Herzöge, heute ein UNESCO Kulturerbe, von der wunderbaren Seenlandschaft des Flusses Mincio, der sich hier gleich zu vier Seen erweitert hat. Atemberaubend ist der Blick auf die Altstadt von Mantua von der Gonzaga-Brücke. Und in der  Altstadt folgt ein schöner Platz dem anderen.

 

Piazza Sordello und Piazza Broletto 

Das kleine historische Zentrum besteht aus vier einander folgenden Plätzen. Den Anfang macht die weitläufige Piazza Sordello mit markanten Bauten wie dem Dom (Duomo San Pietro), einem Stilgemisch verschiedenster Epochen, dem mächtigen Herzogspalast (Palazzo Ducale) mit dem dahinter liegenden Castello di San Giorgio und einigen Stadtpalästen. Über die kleinere Piazza Broletto, den Obst- und Gemüsemarkt von Mantua, öffnet sich nach einigen Schritten die malerische Piazza del Erbe.

Piazza del Erbe und Piazza Mantegna

Vor der zinnengekrönten Fassade des alten Rathauses (Palazzo della Ragione) und dem wuchtigen Renaissance-Uhrturm (Torre delle Orologio) leuchten die weißen Sonnenschirme der Restaurants und Cafés. Die Uhr zeigte einst auch die Zeit für den Aderlass, die Ernte und die Frühjahrskuren.Schöne Bürgerhäuser, von Laubengängen mit kleinen Läden gesäumt, schmücken die andere Seite dieses malerischen Platzes. Gleich „ums Eck" ist die Piazza Mantegna mit der Basilica di Sant' Andrea, ein gewaltiger Renaissancebau mit gotischem Campanile, einer Riesenkuppel und einem turmhohen Eingangsportal. In den kleinen Gassen und Straßen bei der Piazza Mantegna kann man wunderbar einkaufen oder in einem der kleinen Cafés die torta sbrisolana kosten. Dieser feste Mandelsträuselkuchen ist eine Köstlichkeit der Küche von Mantua.

Stand: Geringfügig geändert im Februar 2014.

Veröffentlicht: Mantua. Die einstige Residenzstadt der Gonzaga-Herzöge. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 52 Dezember 2006. Seite 57.

Sabbioneta. Eine „ideale Renaissancestadt“

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Die Fassade der Kaiserpforte (1579) in der vollkommen restaurierten Stadtmauer ist mit weißem Marmor verkleidet. (Foto: Sudy)
Auf dem Weg von Parma nach Mantua liegt das kleine von Herzog Vespasiano Gonzage Colonna (1531-1591) gegründete Städtchen Sabbioneta. Er wollte damit eine „ideale Renaissancestadt" verwirklichen, die heute noch nahezu in ihrer ursprünglichen Gestaltung erhalten ist. Die beeindruckende Stadtmauer wurde in der Form eines unregelmäßigen Sternes errichtet. Sie ist vollkommen restauriert und kann von einer außen liegenden Allee bequem besichtigt werden. Schöne Stadttore führen in ein verschlafenes kleines Städtchen mit einigen prachtvollen Bauwerken, wie beispielsweise dem Herzogspalast (Palazzo Ducale), der Galerie der antiken Kunst (Galleria degli Antichi) oder der Kirche S. Maria Assunta (Chiesa di S. Maria Assunta).

 

Sabbioneta im Internet
www.comune.sabbioneta.mn.it

www.iatsabbioneta.or

In der 96 m langen „Galleria degli Antichi“ mit einer langgestreckten, ...
... eleganten Säulenhalle befanden sich einst die Kunstwerke des Herzogs Vespasiano Gonzaga Colonna. (Fotos: Sudy)

Stand: 2006. Aktualisiert am 17. August 2012.

Veröffentlicht: Sabbioneta. Eine "ideale Renaissancestadt". In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 51 September 2006. Seite 56.

Quelle: Langfassung in www.gsund .net.

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