Über die Hafenstadt Triest und ihre nähere Umgebung

Triest ist die Hauptstadt der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und der Provinz Triest.

Die Provinz Triest, ein langer Landstreifen zwischen dem Meer und der Grenze zu Slowenien, ist die kleinste Italiens mit sechs Gemeinden: Duino-Aurisina, Sgonico, Monrupino, San Dorligo della Valle und Muggia.

Einst von Visionären, Politikern und Städtebauern als Fenster zur Adria geplant und durch die Südbahn über den Semmering mit Wien verbunden, ist die italienische Hafenstadt Triest heute wieder eine kleine Nahtstelle zwischen Italien, Österreich, Slowenien und Kroatien. Wenn das Hinterland auch weitestgehend verloren ging, liegt doch die Adria gleichsam vor der Haustür. Das kulturelle Angebot in der Hauptstadt der Region Friaul-Julisch Venetien ist groß, aber auch Naturliebhaber kommen nicht zu kurz - bietet doch der Triestiner Karst einiges an Besonderheiten. Und das reizvolle Muggia ist in Sichtweite.

 

Hier lesen Sie über

  • Ein Tag in Triest - in Vorbereitung!
  • Graz. Triesttage 2015
  • Auf Entdeckungstour in Triest
  • Triest Online
  • Muggia. Bezauberndes Küstenstädtchen
  • Lesetipps
Die Piazza dell' Unita d'Italia, das Wohnzimmer der Triestiner. (Foto: Sudy)

Unterwegs. Ein Tag in der Stadt am Mittelmeer

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Blick vom Caffe degli Specchi auf die belebte Piazza dell' Unità d'Italia. (Fotos: Sudy)

Juni 2017. Mein gemütlicher Spaziergang durch die geschichsträchtige, oft windige, Kaffee-Hochburg Triest beginnt an der prachtvollen Piazza dell' Unita d'Italia: Natürlich mit einem Kaffee im Gastgarten des Caffè degli Specchi. Ich liebe es, hier mit Blick auf das Meer in den ersten wärmenden Sonnenstrahlen zu sitzen und den Menschan am Platz zuzusehen.

 

Bitte noch Geduld. Demnächst mehr!

Flanier-Allee

In der von schattenspenden Baumreihen gesäumten Fußgängerzone der Viale Venti Settembre laden Tische und Sessel der Lokale zum Verweilen ein. Hier im Herzen der Innenstadt ...

 

 

 

 

 

 

Stand: Juni 2017.

Triest-Tage 2015 in Graz. Diversität ist Reichtum

Triest. © Martin Behr

 

Mai 2015. Die Steirische Gesellschaft für Kulturpolitik, das Universalmuseum Joanneum und das Forum Europeo Italo-Austriaco Trieste präsentierten Ende Mai zu den Triesttagen, den Giornate Triestine, ein interessant-gemischtes Programm.
 
Mischmasch
Im Triestiner Dialekt gibt es das uns Österreichern vertraute Wort „mishmash“. Und dieses „Mischmasch“ stand für eine gute Mischung des Programms der Triesttage 2015 in Graz. Dementsprechend gut gemixt war auch das Programm, in dem der Krieg am Karst und am Isonzo ein Schwerpunktthema war. Zum Motto der Triesttage „Diversität ist Reichtum“ sprach Veit Heinichen.

 

Palais und Café

Ideale Veranstaltungsorte waren der Hof und die Räumlichkeiten des Museum im Palais und die beiden Kaffeehäuser: Grand Café Kaiserfeld in Graz und Café Konditorei Regner in Seckau.

 

Triest-Tage 2015

Diversität ist Reichtum

27. bis 31. Mai 2015

 

 

Quelle: Auszug aus dem Programm. Museum im Palais, Universalmuseum Joanneum. www.museum-joanneum.

Auf Entdeckungstour in Triest und seinen Cafes

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Bei meinen Aufenthalten in Triest habe ich diese mir heute so vertraute Stadt Stück für Stück zu Fuß entdeckt. Aber es gibt auch andere interessante und bequeme Möglichkeiten, Triest und sein Umland zu erkunden.

 

Stadtrundfahrt mit dem Bus
Unmittelbar an der Piazza della Libertà sind die Stazione Centrale, der Hauptbahnhof, und die Stazione Autocorriere, der Autobusbahnhof, mit einem geräumigen Parkhaus. Ein Denkmal in der Grünanlage der Piazza della Libertà, von den meisten unbemerkt, erinnert an die österreichische Kaiserin Elisabeth. An diesem großen Platz beginnt und endet die Stadtrundfahrt mit dem Bus zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt Triest. Die Fahrkarten für diese jeden Samstag um 14.00 Uhr stattfindende Rundfahrt „Trieste by bus" gibt es beim „Club Eurostar" am Hauptbahnhof.

 

Ausflug mit dem Zug
Bei der Stazione Centrale beginnt die touristische Zug-Fahrt mit dem RONDO' de Trieste. Die Fahrt in den Osten der Provinz- und Regionshauptstadt Triest führt über beeindruckende Viadukte, durch Tunnel und in Hügellandschaften mit schönen Ausblicken auf die Stadt, das Meer und die hohen Berge.

 

Bergauf und bergab mit der Straßenbahn
Die Fahrt mit der historischen Straßen- und Standseilbahn zeigt ein weiteres Bild von Triest. Diese „Tranvia di Opicina" verbindet bereits seit 1902 das Zentrum von Triest mit dem am Rande des Karstplateaus gelegenen Vorort (Villa) Opicina. Die 5 km lange Strecke beginnt in Triest an der Piazza Oberdan und führt mit Steigungen von teilweise 26 Prozent in das Ortszentrum von Opicina.

 

Triestiner Cafes

Am liebsten mache ich mich aber zu Fuß auf Entdeckungsreise und beginne damit immer auf der beeindruckend weitläufigen, zum Meer hin offenen Piazza dell‘ Unità d‘Italia. Zur Stärkung vielleicht einen Macchiato, der hier aber Capo bzw. Capo in bi (das ist ein Macchiato im Glas) heisst. Ein Kaffeehaus braucht man in Triest nicht lange zu suchen. Nahezu an jeder Ecke ist eines. Einige der Kaffeehäuser haben den Charme ihrer Gründungszeit und den Flair der einstigen prominenten Gäste bewahren können. Das Caffè degli Specchi beispielsweise wurde 1839 vom Griechen Nicolò Priovolo im Erdgeschoß des Palazzo Stratti an der ehmaligen Piazza Grande gegründet. Diese heißt heute, seit 1918, Piazza dell´Unita d`Italià. Seine Lage im Herzen Triests ist unverändert geblieben und für Viele ist zumindest der Gastgarten immer noch das Wohnzimmer der Triestiner. Das Caffè San Marco wurde 1914 eröffnet, während des Krieges gänzlich zerstört und wieder aufgebaut. In den 20iger Jahren wurde es zum Treffpunkt der Triestiner Intellektuellen. Innen gleicht heute nach wie vor es dem einst typischen Wiener Cafè: Holzdecke mit Einlegearbeit, Aktmalereien auf den Medaillons der Wände, Marmortische mit gusseisernen Füßen, Wandspiegel und Fresken.

 

Am Hausberg von Triest

Gestärkt mit einem Cafe geht es leichter auf den Hügel San Giusto von Triest, mit der großartigen Aussicht auf die doch sehr eigenwillige Stadtstruktur. Die Kathedrale San Giusto auf seiner Anhöhe ist dem Schutzpatron von Triest gewidmet. In unmittelbarer Nähe ragt das Schloss Triest in die Höhe, das nach fast zwei Jahrhunderten Bauzeit 1630 fertiggestellt wurde. Heute ist es städtisches Museum mit einer alten Waffensammlung und zeigt Steinfunde aus römischer Zeit als Teil des Lapidariums.


Ein Besuch des Revoltella Museums
Hinunter geht es dann leichter und gleich ins Revoltella Museum. Es gilt heute als eine der größten und bedeutendsten italienischen Galerien für moderne Kunst. Der schillernde und äußerst erfolgreiche Geschäftsmann Baron Pasquale Revoltella (1795 - 1869) hatte die Gründung dieses Museums in seinem Testament verfügt und auch für die entsprechenden finanziellen Mittel gesorgt. Schritt für Schritt erweiterte sich das Museum, das mit dem einstigen Wohnsitz Revoltellas seinen Ausgangspunkt hatte. Heute sind drei Palais (Revoltella, Brunner und Basevi) geschickt zu einem beeindruckenden Museumskomplex verbunden. Meinen Besuch begann ich in den Wohnräumen des Barons Revoltella, wo ich noch Teile der Originaleinrichtung zu sehen bekam. Im großen Saal im 6. Stock überraschten mich nicht nur die Gemälde der wichtigsten italienischen Künstler des späteren 20. Jahrhunderts, sondern auch ein herrlicher Ausblick auf das Meer und die Stadt.
 
Die geheimnisvolle Welt der Grotta Gigante
Ein kleiner Ausflug bringt mich zu der 1840 entdeckten Grotta Gigante (Riesengrotte) im Triestiner Karst. Sie zählt zu den größten touristisch erschlossenen Höhlen der Welt. Ein bequemer Weg führte mich mit einigen anderen Touristen 107 Meter in die Tiefe, gut gesichert und interessant beleuchtet. Etwas erschreckt hatte mich anfangs der Blick auf den Weg zurück hinaus. Denn schon zu Beginn der geführten Höhlentour sah ich die gut abgesicherten, aufsteigenden Treppen entlang der gegenüberliegenden Felswand. Es war aber am Ende nicht so schlimm. Wunderschöne natürliche Skulpturen und Formationen von Stalaktiten und Stalagmiten säumten den Weg durch die gewaltige Höhle. Besonders beeindruckt haben mich die gewaltigen horizontalen Pendel, wissenschaftliche Instrumente, die bereits minimalste Bewegungen der Erdkruste registrieren. Sie reichen vom Grottenboden hinauf bis in den Kuppelbogen. 
 
Stand: Zusammengefasst, ergänzt und aktualisiert am 18. Juni 2012.
Veröffentlicht:
1. Triest - das Fenster zur Adria. Erkundungstouren mit Bus, Zahnradbahn und Zug. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 56 Dezember 2007. Seite 56.
2. Sehenswertes Triest. Das Revoltella Museum und die Grotta Gigante. In Gsund. Die besten Seiten der KAGes. Nr. 62 Juni 2009. Seite 51. Quelle: www.gsund.net.

Stadt und Provinz Triest im Internet

www.triesteabbandonata.wordpress.com | Drei junge Italiener zeigen die Ruinen und den Verfall in ihrer Heimatstadt in Bild und Wort. Sie sind die Aufdecker, die mit der Dokumentation vergessener und herunter gekommener privater und öffentlicher Gebäude mächtig Staub aufwirbeln: Die Fotografin Giada Genzo, die Journalistin Micol Brusaferro und der Sportreporter Emilio Riparo. 'Verlassenes Triest' - 'Trieste abbandonata' heißt ihre Internetseite, auf der sie den Charme und die Tristesse verlassener und vergessener Orte in Triest und Umgebung veröffentlichen.

Muggia. Malerische Ortschaft im Golf von Triest

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Die Arkaden des Palazzo Communale mit der Antica Caffetteria. (Foto: Sudy)

 

Stand: 2006. Zuletzt geändert im Februar 2013.

Veröffentlicht: Muggia im Golf von Triest. Ein reizvolles, etwas abseits gelegenes Küstenstädtchen. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 49 März 2006. Seite 49.

Schmökerecke. Triest mit Büchern entdecken

Elisabeth Tschernitz-Berger. Genießen im Karst  

 

2017.

 

 

Ich bin beim Lesen, bitte Geduld"

Vorläufig steht hier daher ein Auszug des schönen Pressetextes.

 

"Rau, aber herzlich, kantig und nuancenreich. Der Karst ist eine Landschaft, die alles Üppige, Verschnörkelte vermissen lässt. Was die Reisenden im Umland Triests , an der Grenze zwischen Italien und Slowenien erwartet, ist einzigartig. Elisabeth Tschernitz-Berger führt die Leser zu den besten regionstypischen Lokalen mit schmackhafter Fischküche an der Küste und deftigen Speisen im Hinterland und macht Lust, den Landstrich zwischen Gradisca d‘Isonzo, Sežana und Muggia selbst zu erkunden."

 

Genießen im Karst. Das Beste der italienisch-slowenischen Grenzregion. Mit Fotos von Karlheinz Fessl.

Styria Verlag 2017. 192 Seiten. € 24,90.

Britta Rahampp. Triest

 

2016. Wie in der Einbandlasche Triest treffend als Stadt beschrieben wird, die manchmal Liebe auf den zweiten Blick ist, erlebte auch ich diese Stadt zwischen dem Meer und dem Karst: Interessant und vertraut von Anfang an, in ihrer Struktur und Eigenwilligkeit aber doch ein wenig verwirrend und nicht gleich zu begreifen, dann aber - für mich bei meinem dritten Aufenthalt - ein Ankommen und Wohlfühlen wie zu Hause. Und dass die Autorin die altösterreichische Hafenstadt wie ihre 'Westentasche' kennt, zeigen ihre profunden Beschreibungen der vielen Sehenswürdigkeiten, die hilfreichen Hinweise, kleinen Geschichten und persönlichen, auch kritischen Anmerkungen. Informativ und angenehm zu lesen führten mich die Spaziergänge und kleinen Ausflüge von der Piazza dell'Unità d'Italia durch die Triestiner Stadtteile, entlang der Uferstraße Rive, zum Castello di Miramare und nach Duino auf der einen und in das Hafenstädtchen Muggia auf der anderen Seite, hinauf nach Opicina und in den Karst.

Zwischendurch blickte ich über die Schultern von berühmten Künstlern, Schriftstellern und Philosophen, las unter anderem von einem bahnbrechend-reformfreudigen Psychiater, zwei rivalisierenden Fußballclubs und die unglaubliche Wucht der Bora, die ich selbst noch nie miterlebt habe. Und natürlich gibts es zusammengefasste Tipps z. B. zum Essen, Ausgehen, Einkaufen und Nächtigen. Angenehm fand ich auch die Landkarte im rückwärtigen Einband, die sehr gut die Lage von Triest am Meer, sein Umland und die großen Verkehrswege zeigt.

 

Triest. Stadt zwischen Karst und Meer.

styria regional 2016. 176 Seiten. € 19.90.

Mauro Covacich. Triest verkehrt

 

2012. Triest zu begreifen braucht Zeit. Das ist mir seit meinen ersten kurzen Besuchen dieser Stadt mit Meerblick bewusst. Nun habe ich den Autor auf 15 Spaziergängen durch Triest und in die nähere Umgebung begleitet. Wortfülle und Erzähldichte der augenscheinlich überaus gelungenen Übersetzung sind trotz manch langer Sätze faszinierend. Beeindruckend und humorvoll werden große Geschichte und glanzvolle Erinnerungen mit detailliert beschriebenen Alltagserlebnissen verknüpft. Der Autor zeigt dem Leser ein Triest für Fortgeschrittene. Er erzählt an Hand seiner Kindheit und jugendlichen Erlebnisse über das Leben der Menschen in seiner Heimatstadt, über Stadtviertel und Stadtentwicklung und gesellschaftliche und soziale Veränderungen. Ich freue mich schon auf meinen nächsten Triest-Besuch. Dann werde ich einigen Anregungen folgen, um diese Stadt ein wenig mit den Augen des Autors zu sehen, und zwischendurch einen „gocciato“ trinken.

 

Triest verkehrt. Fünfzehn Spaziergänge in der Stadt des Windes. Aus dem Italienischen von Esther Hansen.

Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2012. Deutsche Erstausgabe. WAT 696.

Heinz Tomek. Triest

 

2012. Die "grenzenlose Genzstadt" wird vom fachkundigen Autor liebevoll, umfassend und doch sehr kompakt vorgestellt. Die Vorschläge für Spaziergänge durch die Hafenstadt sind gut beschrieben und bebildert. Äußerst angenehm fand ich die Stadtplan-Ausschnitte und die Seiten "Essen und Trinken". Sehr hilfreich sind auch die Tipps für Ausflüge in die nähere Umgebung von Triest und die aktuellen praktischen Informationen.

 

Triest. Lebendiger Treffpunkt Mitteleuropas. Styria regional - Carinthia 2012.

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