Malerische kleine Städtchen in der Region Venetien

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Asolo. Stadt am Berg und der 100 Horizonte

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Über den Dächern von Asolo erhebt sich ein Hügel mit den Ruinen der Rocca. (Foto: Sudy)

 

Nördlich von Padua, zwischen Bassano del Grappa und Monte Belluna, liegt Asolo, die Stadt der hundert Horizonte: „Città dei cento orizzonti". Mein Weg führte mich durch eine grüne Hügellandschaft und die engen Straßen des kleinen Bergstädtchens Asolo zu den kleinen Plätzen im Zentrum. Mit etwas Glück fand ich hier einen Parkplatz auf der Piazza Brugnoli.

 
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Auf nach Bassano del Grappa und Marostica

Die beiden kleinen mittelalterlichen Städtchen Bassano del Grappa und Marostica, nur ca. 8 km voneinander entfernt, erreicht man auf mehreren Wegen.

 

Tipps für die Anreise 

Von Padua aus (Autobahnabfahrt Padova Ovest) über die zumindest auf der Autokarte gerade nach Norden verlaufende S 47, die direkt nach Bassano del Grappa führt. Oder von Vicenza aus über die SS 248, die an Marostica vorbei nach Bassano del Grappa führt. Wochentags zieht sich die Anreise auf beiden Strecken durch den Schwerverkehr.

Die bequemste Anreise führt von der Autobahn (Venezia - Milano) knapp vor Vicenza auf die A 31 (Autostrada Valdastico), die nach Norden Richtung Thiene führt. Dieses ruhige Autobahnstück verlässt man dann an der Abfahrt Dueville. Hier trifft man zwar wieder auf die SS 248, die aber nunmehr sehr schön und zügig und auch gut beschildert nach Marostica und dann weiter nach Bassano del Grappa führt.

 

Nie am Sonntag  
Diese beiden kleinen Städtchen mit ihren Sehenswürdigkeiten sollten eher am Wochentag besucht werden. Man spart sich dadurch langes Parkplatzsuchen und überfüllte Restaurants. An den Sonntagen werden all diese Zentren von Ausflüglern geradezu gestürmt.

Bassano del Grappa. Grappa- und Spargelstadt

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Die berühmte Fußgänger-Holzbrücke von Bassano del Grappa. (© Sudy)
Bassano del Grappa: Malerischer Blick auf die Brenta. (© Sudy)

Marostica. Menschen-Schach und Tipps für Umgebung

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Der alte Stadtkern von Marostica liegt am Fuße eines burgbekrönten Hügels. Umgeben von Wehrmauern aus dem 14. Jh. eröffnet sich im Zentrum eine weitläufige Piazza. Hier, vor dem Castello Inferiore, findet alle 2 Jahre im September die große Schachpartie mit Lebendfiguren in historischen Kostümen statt. Damit wird an die Sage von der schönen Lionora erinnert, um die sich zwei junge Herren duellieren wollten. Vom weisen Vater der Umworbenen wurden die beiden jedoch überzeugt, den Wettbewerb auf unblutige Weise am Schachbrett auszutragen. Am Ende wurde dem Sieger Lionora zugesprochen, der Verlierer heiratete die Schwester.

 

Hinauf in die Berge

Unmittelbar an den Stadtmauern des reizenden Städtchens Marostica vorbei führt eine kleine Straße hoch in die Berge hinauf. Nach ca. 6 km liegt hier die kleine Ortschaft San Luca. In ihr führt unmittelbar nach einer Kurve ein kleiner Weg hinauf zur Locanda San Luca, einem Albergo und Restaurant, mit einem schönen Ausblick in die umliegenden Täler. Unmittelbar daneben am wohl höchsten Punkt von San Luca steht eine hoch aufragende Bergkirche. Diese Locanda ist vielleicht ein wenig abseits gelegen, aber idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung. Ca. 40 km sind es nach Vicenza und etwa 15 km nach Bassano del Grappa.

 

Locanda San Luca mit Albergo e Ristorante

36063 San Luca di Marostica, Vicenza, Via San Luca, 12
Tel.
+39/0424/702034

Mail: info@locandasanluca.it

www.locandasanluca.it


Michele anrufen
Gleich in der Nähe, ca. 3 km entfernt, gibt es in der kleinen Ortschaft Molvena die Antica Trattoria da Battista mit hervorragender Qualität in alten Gemäuern. Das wuchtige Gebäude steht ganz im Zentrum, vor der Trattoria öffnet sich ein weiter Platz mit einem schönen Ausblick. Um sicher über die Öffnungszeiten Bescheid zu wissen und eventuell für Tischreservierungen empfiehlt es sich, den Inhaber Michele Viero vorher anzurufen. Etwas Italienisch würde die Verständigung erleichtern. Speisekarte gibt es keine und die Gäste erhalten das Menü des Tages. Die Vielfalt der regionalen Küche überrascht immer wieder. Und hier, bei Michele, ist ausgezeichnetes Essen, vom Vorspeisenteller bis zur Nachspeise und dem Kaffee mit einem Gläschen Grappa, garantiert. Das Ambiente ist äußerst angenehm, der rote und weiße Tischwein scheut keinen Vergleich mit exquisiten Flaschenweinen. Das alles zu äußerst moderaten Preisen.

Antica Trattoria da Battista
36060 Molvena, Vicenza, Piazza degli Alpini, 1
Tel. +39/0424/470138
Tel. +39/0424/475842

Stand: Geringfügig geändert am 20.März 2013.

Veröffentlicht: Marostica und Bassano del Grappa. Von Vicenza ins Hügelland am Fuß der Berge. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 27 September 2000. Seite 40 - 41.

Marostica und Umgebung. Fotogalerie

Kurzer Stop in Castelfranco und Cittadella

Nördlich von Padua, auf der Verbindungsstraße von Treviso nach Vicenza, liegen - nur 12 km voneinander entfernt - die beiden sehenswerten, mittelalterlichen Festungsstädte Castelfranco und Cittadella.

Castelfranco Veneto

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Festungsmauern von Castelfranco Veneto. (Foto: Sudy)

Dieses kleine, heute etwas verschlafene Städtchen wurde 1195 als Grenzfestung von Treviso gegen das naheliegende Padua errichtet. Das in Quadratform errichtete, bis zu 17 m hohe gewaltige Backsteinmauerwerk mit den Wachtürmen ist vollständig erhalten. Weitläufige Grünflächen umgeben heute die Wehranlagen von Castelfranco Veneto. Ein berühmter Sohn von Castelfranco ist der Renaissancemaler Giorgione (1478- 1510), der eigentlich Giorgio Barbarelli oder da Castelfranco genannt wurde. Sein Altarbild im schönen klassizistischen Dom aus dem 18. Jahrhundert zeigt Maria mit dem Kinde und den Heiligen Franziskus und Liberale.

Cittadella

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Das nördliche Stadttor von Cittadella. (Foto: Sudy)

Der ovale Festungsbau von Cittadella war die wehrpolitische Antwort von Padua auf die Errichtung von Castelfranco Veneto. Beeindruckend ist der aus dem 13. Jahrhundert stammende, vollständig erhaltene Mauerring mit einer Länge von 1461 m, mit 28 Türmen, vier mächtigen Toren und einem Wassergraben. Durch die Stadttore geht es in das kleine, elipsenförmige Festungsstädtchen. Herzstück im Zentrum von Cittadella ist die überraschend geräumige und einladende Piazza.

Stand: 2007. Aktualisiert und ergänzt Juni 2013.

Veröffentlicht: Castelfranco und Cittadella. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 56 Dezember 2007. Seite 57.

Castelfranco und Cittadella. Fotogalerie

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