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Der Baum des Jahres in Österreich

Das Kuratorium Wald präsentiert gemeinsam mit dem Lebensministerium alljährlich einen Baum des Jahres und gibt dazu kleine, sehr lehrreiche Broschüren und Plakate heraus. Damit soll die Bekanntheit des jeweiligen Jahres-Baums in der Bevölkerung gestärkt und seine Verbreitung in Österreichs Wäldern, Wiesen und Gärten gefördert werden.

 

Vorschläge / Nominierungen zu Jahres-Bäumen 2015 bis 2021

2015 - Weiß-Tanne (Abies alba)

2016 - Eichen: Stieleiche (Quercus robur), Traubeneiche (Quercus petraea), Zerreiche (Quercus cerris), Flaumeiche (Quercus pubescens)

2017 - Gemeiner Wacholder (Heide-Wacholder, Kranewittbaum)

2018 - Pappeln: Schwarzpappel, Weißpappel (Silberpappel), Zitterpappel

2019 - Hopfenbuche (Schwarzbuche)

2020 - Erlen: Schwarzerle, Grauerle, Grünerle

2021 - Linden: Sommerlinde, Winterlinde

 

 

Quellen:

1. www.himmel.at

2. www.wald.or.at

3. www.lebensministerium.at/forst

Der Wacholder.

Der Baum des Jahres 2017

 

Forstlich hat der flexible und anspruchslose Wacholder kaum eine Bedeutung. Dafür aber werden seine Beeren - eigentlich sind es unverholzte Zapfen - seit alters her als Heil- und Gewürzmittel genutzt.

Der Gemeine Wacholder (Juniperus communis) aus der Familie der Zypressengewächse kann 500 bis 2.000 Jahre alt werden. Vom Flachland bis ins Hochgebirge ist er in vielen Gestaltungsformen zu finden: Säulen- oder strauchförmig, aber auch sehr niederwüchsig und flach. Das sehr dauerhafte und elastische Holz wird gerne für Schnitz- und Drechslerarbeiten aber auch zum Räuchern von Wurst- und Fleischwaren sowie Fisch verwendet. Die Beeren wiederum werden gerne als Gewürz verwendet, z. B. zum Würzen von Sauerkraut, sind aber auch das Basisprodukt für Spirituosen wie z. B. Gin.

 

Quelle: Broschüre "Der Wacholder. Der Baum des Jahres 2017".

Die Eiche.

Der Baum des Jahres 2016

 

Der Warnspruch bei nahendem Gewitter "Buchen sollst Du suchen, Eichen sollst Du weichen" gilt wohl eher für alle freistehenden Bäume. Vielmehr sind unsere heimischen Eichenarten sowohl ein wichtiger Lebensraum für viele Tierarten als auch ein wertvoller Bestandteil unserer Waldgesellschaften. Erstaunlich ist das teils hohe Alter dieses etwa 15 bis 40 m hohen Laubbaums, der schon einmal 800 Jahre alt werden kann. Markant wie seine Früchte, die Eicheln, sind auch seine gewellten Blätter.

 

Quelle: Broschüre "Die Eiche. Der Baum des Jahres 2016".

Die Tanne.

Der Baum des Jahres 2015

 

Die Weißtanne, eine europäische Nadelbaumart aus der Gattung der Tannen in der Familie der Kieferngewächse, kommt vor allem in höhergelegenen Lagen (ab 700 m Seehöhe) in Mittel- und Südeuropa vor. In Österreich besiedelt die Weißtanne nur ca. 2,4% der Waldflächen und zählt zu den gefährdeten Baumarten. Sie kann bis zu 500-600 Jahre alt werden und hat ein sehr robustes Holz. Nach der Nordmanntanne, welche der in Österreich am meisten verkaufte Weihnachtsbaum ist, ist die Weißtanne eine sehr beliebte Alternative. Die Weißtanne reagiert zwar empfindlicher auf Luftverunreinigungen als andere Nadelgehölze, ist aber durch ihr tiefgreifendes Wurzelsystem weniger sturmgefährdet.

 

Quelle: Broschüre "Die Weiß-Tanne. Der Baum des Jahres 2015".

Die Rotbuche.

Der Baum des Jahres 2014

 

Am Internationalen Tag des Waldes am 21. März 2014 wird die Buche vom Lebensministerium (Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) und dem Kuratorium Wald öffentlich als Baum des Jahres 2014 präsentiert werden. In der Umgangssprache wird die Rotbuche gewöhnlich als „Buche“ bezeichnet. Sie ist eine in weiten Teilen Europas heimische Laubbaumart. Den Namensteil „Rot“ verdankt die Rotbuche ihrer leicht rötlichen Holzfärbung. In Österreichs Ertragswäldern ist das Vorkommen der Rotbuche nur mehr mit etwa 9-10% zu beziffern, stark vertreten ist sie beispielsweise im Wienerwald. Dank ihrer Robustheit wird sie gerne als Windschutz um Häuser gepflanzt. Angesichts der immer augenscheinlicheren Folgen des Klimawandels bietet sich vielerorts eine Rückkehr zu einem ökologisch sinnvollen Buchen-Tannen-Mischwald an. Die Buche, welche unter wärmeren klimatischen Bedingungen gute Voraussetzungen findet, sollte hier wieder mehr zum Einsatz kommen. Außerdem stellt der aus Buchenlaub entstehende Mull ein ideales Keimbett für andere Baumarten Mitteleuropas, wie etwa die Eibe oder die Weißtanne dar.

 

Quelle: Broschüre "Die Rotbuche. Der Baum des Jahres 2014".

Die Eibe.

Der Baum des Jahres 2013

 

Die immergrüne Eibe (Europäische oder Gemeine Eibe) wächst in ihrer Jugend sehr langsam und erreicht in Mitteleuropa eine durchschnittliche Höhe von 10 bis 15 Metern. Ihre Nadeln sind weich und biegsam, leicht sichelförmig gebogen und an der Oberseite glänzend dunkelgrün. Je nach den Bedingungen ihres Standorts wächst die Eibe als Baum oder Strauch. Auffallend sind ihre von einem leuchtend roten Samenmantel umhüllten, überaus giftigen Samenkerne. Das dichte, harte und doch elastische, dauerhafte Holz wurde früher für die Fertigung von Waffen, wie Speere oder Bögen, und von Gebrauchsgegenständen verwendet. Nach wie vor ist die Holzqualität für Schnitz- und Drechslerarbeiten und den Bau von Musikinstrumenten geschätzt. Durch Übernutzung, gezielte Ausrottung, Wildverbiss sind in Europa kaum noch reine Eibenbestände zu finden. Wohl aber wird die Eibe dank ihres dichten Wuchses gerne für die Heckengestaltung und in Gartenanlagen verwendet: So in den Gärten von Versailles oder beim Irrgarten im Schloss Schönbrunn.

 

Quellen: Broschüre und Plakat „Die Eibe. Der Baum des Jahres 2013“.

Die Elsbeere.

Der Baum des Jahres 2012

 

Mit der Elsbeere (sorbus torminalis) wurde heuer ein Baum des Jahres präsentiert, der wohl nur wenigen bekannt ist. Sie ist eine sommergrüne Laubbaumart, gehört zur Familie der Rosengewächse und ist eine der vielen Wildobstarten. Auffallend sind im Frühjahr ihre rein weiße, doldenähnliche Blütenfülle und im Herbst ihre rot-orange-gelben Blätterpracht. Das hochwertige Holz der Elsbeere ist vielseitig verwendbar, der Bedarf kann aber aus den heimischen Wäldern nicht gedeckt werden.

 

www.elsbeerreich.at

 

Quelle: Broschüre „Die Elsbeere. Der Baum des Jahres 2012“.

Die Wildobstbäume.

Der Baum des Jahres 2010

 

Als Wildobstbäume werden in Abgrenzung zu den Kulturobstbäumen all jene Obstbäume bezeichnet, die sich ohne direkten oder indirekten Einfluss des Menschen über längere Zeiträume in einem bestimmten Gebiet entwickelt und Fuß gefasst haben. Dazu zählen unter anderem die Quitte, Vogelbeere, Hagebutte und Felsenbirne oder der Holunder, Sanddorn und Hozapfel.

Die drei wichtigsten und am stärksten gefährdeten Wildobstbäume werden in der Broschüre ausführlich vorgestellt:

  • Wildapfel oder Holzapfel
  • Wildbirne
  • Schneebirne

 

Quelle: Broschüre „Die Wildobstbäume. Der Baum des Jahres 2010“.

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