Specials aus der Welt von Architektur und Design

Hier lesen Sie über

  • zuschnitt 79. Holztreppen
  • pro:Holz: Aufstockungen mit Holz
  • Holzbaupreise. wienwood 20
  • Skyscraper Award 2019. Lakhta Center in St. Petersburg 
  • Ferdinand Schuster. Lehrer-Denker-Architekt
  • Südtiroler Platz in Graz. Gastgarten-Gestaltung-Wettbewerb | Vorschau
  • zuschnitt 72. Ornamente 
  • zuschnitt 68. Holztüren 
  • HDA Graz. EUROPAN15 - Productive Cities 2
  • Herbert Eichholzer. Architekturförderungspreis und Kaiser-Josef-Garage

Die News und Specials aus aller Welt über Architektur und Design der Vorjahre sind bereits im Archiv.

zuschnitt 79. Schritt für Schritt auf Treppen aus Holz

Zuschnitt-Cover-Foto: Treppe im Londoner Donmar Theaterbüro. © Zuschnitt | proHolz Austria Cover-Foto: Treppe im Londoner Donmar Theaterbüro. © Zuschnitt|proHolz Austria

Jänner 2021. Im Editorial der Dezember-Ausgabe (Zuschnitt Nr. 79) beginnt Anne Isopp ihre Einführung sehr originell mit einer Alfred Hitchcock gestellten Frage, warum in seinen Filmen so oft Szenen auf Treppen vorkommen, und seiner Antwort darauf: 

"Ich denke, Treppen sind dazu gemacht, um auf- und abzugehen. Deshalb sind sie sehr fotogen." Er verwies dabei auf

seine 'berühmteste Treppe' im Stummfilm 'Der Mieter' über Jack the Ripper von 1927: "Von oben sah man nur den durchgehenden Handlauf und eine weiße Hand, die hinunterglitt." Und er ergänzte: "Natürlich würden wir heute noch zusätzlich mit dem Knarren der Treppe arbeiten." Ein Ton zum Film war damals ja noch nicht möglich. Aber auch heute würde der Ton fehlen – zumindest bei einer modernen Treppe. 

Vom Essay bis zur Biodiversität 

Bevor es weiter geht mit Berichten und Fotos von atemberaubenden Holztreppen wie der freitragenden Holztreppe am Unicampus in Vancouver, der 'bühnenreifen' Treppe im Londoner Theaterbüro oder der größten Massivholztreppe Europas im Bankgebäude in Stavanger stimmt Alberto Alessi den Leser mit seinem tiefgründig-klugen und wort- wie sprachgewandten 'Lob der Treppe in sieben Stufen' auf das Kommende ein.

 

Da ist dann zum Beispiel von über sechzig Treppentypologien die Rede, von denen 29 in kleinen Grafiken gezeigt werden, und eine Doppelseite spielt sich in Wort (von der Wohn- und Wendeltreppe, dem Treppenwitz und der Katzentreppe bis zur Doppel- und Außentreppe) und in außergewöhnlichen Bildern mit der Holztreppe.

Auf die Sicherheit wie Brandschutz oder Treppengeländer und die Biodiversität wurde natürlich nicht vergessen.

 

Fotos kommen demnächst!

 

Siehe auch: Unterwegs in Graz | Stiegen, Treppen & Türme 

 

 

zuschnitt ...

... ist eine Zeitschrift über Holz als Werkstoff und Werke in Holz.

Die Zeitschrift erscheint vierteljährlich in einer Auflage von 11.500 Exemplaren und richtet sich an die Fachöffentlichkeit und Entscheidungsträger.

Medieninhaber, Herausgeber und Verlag ist proHolz Austria.

Die online-Version der Zeitschrift »zuschnitt« von proHolz Austria präsentiert Projekte, Bauten, Fakten und weiterführende Informationen im Netz.

Stand: Dezember 2020

Quelle: www.proholz.at

pro:Holz. Light up! Aufstockungen mit Holz in Wien

Siegerprojekt Modulus, Universität für angewandte Kunst Wien. © Kalinowska, Karandiuk, Moscicka
Siegerprojekt AUFgewertet, TU München. © Kholodkova, Shcherbakova

Jänner 2020. proHolz Austria, Stadt Wien und Wiener Wohnen prämierten die besten Ideen für Aufstockungen aus Holz auf einige bestehende Wiener Gemeindebauten der Nachkriegszeit. Aus den 127 eingereichten Wettbewerbs-Beiträgen kürte eine Fachjury drei Siegerprojekte und acht Anerkennungen.

 

 

Internationaler StudentInnenwettbewerb

Im Rahmen des internationalen StudentInnenwettbewerbs proHolz Student Trophy 2020 sind 127 Wettbewerbsbeiträge aus sieben Nationen für Aufstockungen aus Holz auf drei ausgewählte Wiener Wohnbauten der 1960er Jahre eingelangt. Etwa ein Drittel der Einreichungen kam aus Österreich, ein weiteres Drittel aus Deutschland, der Rest aus Italien und Slowenien, aber auch aus Russland, Kroatien und der Slowakei. Die mit insgesamt 8.500 Euro dotierten Preise wurden bei einer feierlichen Preisverleihung im Festsaal der TU Wien vergeben.

 

Broschüre student:trophy 20

Die im proHolz shop kostenlos erhältliche Broschüre stellt die Bauaufgabe dar, dokumentiert alle Siegerprojekte und die Anerkennungspreise und liefert Statements, Zahlen und Fakten zu Holz und Stadt.

 

Siegerprojekte 

  • Siegerprojekt "Modulus" - Aufstockung für Wohnhausanlage Pantucekgasse 33, 1110 Wien (Monika Kalinowska, Denys Karandiuk, Weronika Moscicka - Universität für angewandte Kunst Wien)
  • Siegerprojekt "AUFgewertet" - Aufstockung für Wohnhausanlage Brunnweg 4, 1100 Wien (Sofia Kholodkova, Yana Shcherbakova, Katharina Kögl - Technische Universität München)
  • Siegerprojekt "Wohncollage" - Aufstockung für Wohnhausanlage Maroltingergasse 19-25, 1160 Wien (Viktoria Harzl, Fabian Lazarus - FH Joanneum Graz)

 

Quellen: Presseaussendung mit Pressefotos vom 13.10.2020 | proHolz Student Trophy 2020: Wie Wien Gemeindebauten aufstocken kann und Meldung vom 26.11.2020 | Broschüre zur proHolz Student Trophy 2020

 

Gruppenbild Preisträger Auslober Jury © proholz Austria Redtenbacher Das Gruppenbild mit den PreisträgerInnen zeigt vorne Viktoria Harzl und Fabian Lazarus (Siegerprojekt "Wohncollage", FH Joanneum Graz). Hinten stehen Sofia Kholodkova, Katharina Kögl, Yana Shcherbakova (Siegerprojekt "AUFgewertet", TU München), Richard St
Broschüren-Cover: pro:Holz Fokus | November 2020 | student:trophy 20 | Light up! Aufstockungen mit Holz – Studentenwettbewerb | Copyright 2020 bei proHolz Austria und den AutorInnen

proHolz Student Trophy

 

Die proHolz Student Trophy wurde 2016 von proHolz Steiermark initiiert. Sie wird seither alle zwei Jahre ausgeschrieben und an interdisziplinär (Architektur und Bauingenieurwesen) entwickelte Projekte vergeben.

Während die Wettbewerbe 2016 und 2018 national gehalten wurden, erfolgte für 2020 durch proHolz Austria erstmals eine internationale Ausschreibung.

 

Die nächste proHolz Student Trophy findet 2022 statt.

Die Ausschreibung dazu beginnt im Frühjahr 2021.

 

www.proholz.at

www.proholz-student-trophy.at

Holzbaupreise. Absage von wienwood 20

Dezember 2020. Bereits seit 1997 (in Vorarlberg | inzwischen in fast allen österreichischen Bundesländern) werden Holzbaupreise vergeben. Bundesweit wurden bis heute an die 400 Objekte mit Preisen und Anerkennungen bedacht und damit das Qualitäts- und Quantitätsbewusstsein im Umgang mit dem gebauten Werkstoff Holz bei allen Beteligten (Bauherren, Architekten, Holzbaubetriebe, Behörden) gefördert.

 

Quellen:

proHolz Austria | Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Holzwirtschaft
Am Heumarkt 12. A-1030 Wien
T +43 1 712 0474
www.proholz.at

www.wienwood.at 

Screenshot Webseite-Ausschnitt. © www.wienwood.at

wienwood 20

Zum dritten Mal nach 2005 und 2015 hätten mit wienwood 20 von proHolz Austria in Zusammenarbeit mit der Stadt Wien und dem Architekturzentrum Wien herausragende Holzbauten in der Bundeshauptstadtprämiert werden sollen. 

Gesucht waren Beispiele aus den Kategorien:

  • Wohnbau
    Neubau - Mehrgeschossiger Wohnbau, EFH, Um- und Zubauten, z.B. Dachbodenausbauten
  • Öffentliche Bauten
    Schulen, Kindergärten, Verkehr, u.ä.
  • Gewerbebau
  • Innenausbau/Umbau/Sonstige
    Geschäftslokale, Gastronomie, Badehäuser, Sportanlagen, temporäre 

 

Leider musste wienwood 20 bis auf weiteres verschoben werden. 

Skyscraper Award 2019. 1. Preis für Lakhta Center

Emporis Skyscraper Award 2019. Gewinner wurde das 462 Meter hohe Lakhta Center in St. Petersburg, Russland. © GORPROJECT

November 2020. Der Emporis Skyscraper Award 2019 wurde diesmal von der internationalen Experten-Jury an das Lakhta Center in St. Petersburg vergeben. Das 462 Meter hohe Wolkenkratzer in St. Petersburg, entworfen von GORPROJECT und RMJM, ist das höchste Gebäude Russlands und auch das höchste Gebäude in Europa.

 

Emporis Skyscraper Award (2019) seit 20 Jahren 

Der Gewinner dieser prestigeträchtigen Auszeichnung wurde von einer internationalen Expertenjury aus über 700 teils spektakulären Wolkenkratzern ausgewählt, die 2019 fertiggestellt wurden und eine Mindesthöhe von 100 Metern aufweisen. Der alle Jahre von Emporis verliehene Skyscraper Award feierte dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. 

 

www.emporis.de

www.emporis.de/awards

 

1. Preis: Lakhta Center in St. Petersburg, Russland. Copyright:                        GORPROJECT [ganz oben]

2. Preis: Leeza SOHO in Peking, China. Copyright: Hufton+Crow

             [unten links]

3. Preis: 35 Hudson Yards in New York City, USA. Copyright: Dave                   Burk_Courtesy SOM [unten rechts]

 

 

Mehr: www.reinhardsudy.com | Architektur, Design &                                                                      Städtebau > Wolkenkratzer

 

6. Preis: 18 Robinson KPF in Singapur. Copyright: Tim Griffith

Ferdinand Schuster. Sein architektonisches Wirken

Dampfkraftwerk Neudorf-Werndorf I, Neudorf ob Wildon, Ferdinand Schuster, 1968 – © Michael Goldgruber
Kindergarten, Leoben-Waasen, Ferdinand Schuster, 1967 – © Michael Goldgruber

August 2020. Der Architekt Ferdinand Schuster (1920–1972) zählt zu den bedeutendsten Vertretern der österreichischen Baukultur der Nachkriegszeit. Vor allem in Kapfenberg und Graz realisierte er Kirchen-, Industrie-, Freizeit-, Bildungs- und Wohnbauten. Ferdinand Schusters Arbeit entstand stets im Kontext seiner Reflexionen über die kulturellen, sozialen und politischen Dimensionen des Bauens. Diese Haltung vermittelte er auch in der Architekturlehre an der Technischen Hochschule Graz, an der er von 1964 bis 1972 den Lehrstuhl für Baukunst und Entwerfen innehatte.

 

Am 21. September 2020 wäre Ferdinand Schuster 100 Jahre alt geworden. Die Ausstellung und die Buchpublikation geben aus diesem Anlass einen umfassenden Einblick in sein vielseitiges Wirken und auch sein Leben.

Ausstellung im HDA – © Julian Lanca-Gil – HDA

Das architektonische Werk

Ferdinand Schuster (1920–1972)

Lehrer. Denker. Architekt.

 

2. Juli bis 14. August 2020, jeweils Di–So 10–18 Uhr

HDA - Haus der Architektur

Mariahilferstraße 2, A-8020 Graz

Telefon: +43.316.323500–16

E-Mail: presse@hda-graz.at

Web: www.hda-graz.at

 

Die in Kooperation des Instituts für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz, der Stadt Kapfenberg und des HDA – Haus der Architektur, Graz gestaltete Ausstellung wird nach Graz auch in Kapfenberg und Wien zu sehen sein.

[Kuratorin und Ausstellungsgestaltung: Claudia Gerhäusser, studio cake | Foto- und Videoarbeiten: Michael Goldgruber, Wien | Ausstellungsgrafik: Julia Hendrysiak]

Ferdinand Schuster. Symposium zum 100. Geburtstag

17. und 18. September 2020

Aula der Technischen Universität Graz, A-Rechbauerstraße 12, 8010 Graz

Veranstaltet vom Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften der TU Graz

 

Ausstellung in Kapfenberg 
Ausstellungseröffnung und Festakt: 17. September 2020, 18.30 Uhr
Ausstellungsdauer: 18. September bis 8. November 2020

Evangelische Kirche Kapfenberg, Martin-Luther-Platz 1, A-8605 Kapfenberg

 

Ausstellung in Wien 
Ausstellungseröffnung: 12. November 2020, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 13. bis 27. November 2020 

Bundesministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport, Concordiaplatz 2, A-1010 Wien

Daniel Gethmann (Hrsg.). Ferdinand Schuster (1920–1972)

Das architektonische Werk: Bauten, Schriften, Analysen

Park Books 2020

In den Jahren 1950 bis 1972 prägte Ferdinand Schuster mit 140 Bau- und Planungsprojekten die österreichischen Nachkriegsarchitektur. Ferdinand Schuster war Pionier in diesem Spannungsfeld der Nachkriegszeit, in dem mit wenig Mitteln viel geschaffen werden musste.  

Als Angestellter der Planungsabteilung der Böhlerwerke Kapfenberg entwarf Ferdinand Schuster zunächst zahlreiche Wohngebäude, die bis zum Schluss einen Schwerpunkt seiner baulichen Tätigkeit bilden sollten. Er realisierte aber auch Bildungsbauten und konzipierte Schulen als ein zweites Zuhause, um eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Lehrern und Schülern zu förden. Und seine Kirchen und Kapellen wirken bis heute durch ihre klaren, sachlichen und lichten Räume. 

 

 

Quellen:

  • HDA-News: NEWSLETTER vom 23.07.2020
  • Pressemappe: Das architektonische Werk. Ferdinand Schuster (1920–1972). Lehrer. Denker. Architekt.

Graz. Vorplatzgestaltung bei Kunsthauscafé und HDA

Ohne die bunten Tische und Sessel wirkt der kleine Vorplatz zwischen HDA und Kunsthauscafé stimmungslos. © 2019 Reinhard A. Sudy

April 2020. Der langgestreckte Südtiroler Platz am rechten Murufer verbindet die Hauptbrücke, Pardon: Erzherzog Johann Brücke, vom Übergang des Lendkais in den Grieskai mit der Annenstraße. An seiner breitesten Stelle öffnet er sich zur Mariahilfer Straße. Hier und etwas verborgen hinter einem schattenspendenden Baum ist in der warmen Jahreszeit der kleine, bunte Gastgarten des Szene-Kunsthauscafés. 

Kunsthauscafé Graz. Die Vorbereitungen für die Gastgartensaison 2020 - noch im alten Ambiente - sind in vollem Gang. © 2020 Reinhard A. Sudy

Den Zeitungskiosk davor gibt es leider ja schon länger nicht mehr.

Für die Gestaltung dieses kleinen Vorplatzes im Eck von Kunsthauscafé und HDA - Haus der Architektur wurde ein Wettbewerb für Architekturstudierende in Graz ausgelobt. Denn dieser Bereich ist ein beliebter und belebter Außenraum sowohl für die Gastronomie des Kunsthauses als auch das 'Schaufenster' mit dem Dialograum des HDA - Haus der Architektur .

Für das Kulturjahr 2020 suchen daher beide 'Häuser' gemeinsam eine neue Gestaltung, um einen gemeinsamen und signifikanten Treffpunkt zu schaffen.

Aufgabenstellung

Aufgabe ist es, mit möglichst einfachen Mitteln dem kleinen Vorplatz [von "drei Häusern" - Haus der Architektur - Kunsthaus mit dem Kaffeehaus] ein neues und prägnantes Gesicht zu verleihen – sowohl bei Tag als auch bei Nacht. Dazu sollen die wichtigen bestehenden Elemente des Platzes wie der vorhandene Baum, die Sitzstufen vor dem Café und die Schaufenster des HDA in die Gestaltung einbezogen werden. Die Rahmenbedingungen der Genehmigung des Gastronomiebetriebes müssen eingehalten werden. 

 

Die eingereichten Arbeiten werden von einer unabhängigen, interdisziplinär besetzten Jury bewertet. 

  • Michael Schunko, Kunsthauscafé
  • Thomas Fischer, Straßen- und Brückenbauamt der Stadt Graz
  • Klemens Klinar, Referat Öffentlicher Raum der Stadt Graz

  • Günter Riegler, Kulturstadtrat der Stadt Graz 
  • Barbara Steiner, Direktorin Kunsthaus Graz
  • Gernot Ritter, Hofrichter-Ritter Architekten, Graz
  • Beate Engelhorn, Geschäftsführerin HDA Graz

Der erste Preis soll bereits 2020 realisiert werden.

 

Quellen: 

1. HDA-News spezial: Studierendenwettbewerb-GastGARTEN/ Kulturjahr 2020 vom 18.12.2019

Ornamente im Holzbau. Verzierungen mit Gedanken?

Februar 2020. 'Das Ornament. Redekunst in Holz' heisst es schlicht auf der Titelseite der zuschnitt-Ausgabe 72 vom Dezember 2018. Ihr Coverbild zeigt einen kleinen aber feinen Ausschnitt einer dunkel gehaltenen Holzschindel-Fassade der Schule Grangécole in Orsonnens in den Westschweizer Alpen.

Dann aber geht es auf Seite 3 kurz zur Sache, bevor viele, schöne und kunstvolle Ornament-Beispielei m historischen und modernen Holzbau präsentiert werden: immer mit Informationen, was man sieht, wie es gemacht ist, warum sich der Architekt dafür entschieden hat und die Wirkung.

 

Ornament. Ja oder nein?

Kleingedruckt, unterhalb des hilfreich-informativen Editorials von Anne Isopp, wird Hermann Czech zitiert, einer der bekanntesten Architekten Österreichs. Er 'untermauert' den Loos'schen Ansatz, wonach Ornament das ist, was man weglassen kann. Mag ja sein, es wäre aber schade um all das, was vielen als Verzierung, Muster oder Ornament gefällt und in der Architektur auch seinen Platz (erhalten) hat.

www.zuschnitt.at

 

Holztüren. Bitte anklopfen, öffnen und eintreten

Februar 2020. 'Einfach öffnen und eintreten. Dahinter erwartet Sie allerlei Wissenswertes über Türen' - so freundlich begrüßt die Titelseite diese Zuschnitt-Ausgabe seine Leser.

Dann informiert eingangs eine kurze, aber dennoch sehr informative Übersicht über Arten von Innen- und (geschützte, teilgeschützte oder ungeschützte) Außentüren, über Öffnungsarten wie drehen, pendeln und schieben, Falzquerschnitte, Türblattkonstruktionen, mögliche Oberflächen und gängige Holzarten, Marktanteile von Holztüren in Österreich und verschiedenste Anforderungen vom Rauch- und Brandschutz bis zu Türgrößen. 

 

Von Zielkonflikten und Türen in Pflegeheimen

Ebenso interessant sind die Ausführungen über mögliche Zielkonflikte durch große Erwartungshaltungen an moderne Türen - wie leichte Bedienbarkeit, Schutz vor Rauch, Feuer und Einbruch - oder über die phantasiereiche Türgestaltung in einem Pflegeheim, um dementen Bewohnern die Orientierung zu erleichtern.

 

Hufeisensiedlung und Redensarten

Wirklich genial ist eine Idee des Architekten Bruno Taut, der mit Füllungstüren mit sieben verschiedenen Füllungen - quadratisch, rechteckig, opak und transluzent - und sechs unterschiedlichen Farbkonzepten 42 abwechslungsreiche Türen für die Hufeisensiedlung in Berlin entwickelte. Und zum Schmunzeln ist Gabriele Kaisers Beitrag

über die vielen Tür-und-Tor Redenswendungen, eingebettet in ihre Ausführungen über Robert Musils polemischen Nachruf auf Tür und Tor.

www.zuschnitt.at

 

Auch Türkloper haben ihre Faszination

Beim Rundgang durch Mdina im Herzen der Insel Malta war ich überrascht von den vielen Formen farbenfroher Haustüren mit ihren oft phantasievollen Türklopfern.

Ausstellung im HDA. EUROPAN15 – Productive Cities 2

Jänner 2020. Die Ausstellung EUROPAN15 – Productive Cities 2 im HDA Graz zeigt all die vorausgewählten und bereits prämierten Projekte der fünf österreichischen Standorte Graz, Innsbruck, Villach, Weiz und Wien. Die Preisverleihung mit allen internationalen und nationalen Preisträgern bildet den Auftakt zur Ausstellung.

 

EUROPAN

Das ist der europaweit größte Wettbewerb für innovativen Urbanismus und Architektur für junge internationale Planer, Stadtplaner und Landschaftsplaner unter 40 Jahren.

EUROPAN15 setzte auf Synergien und erweiterte das Thema "Produktive Stadt" um die drei wichtigen Komponenten Ressourcen, Mobilität und Fairness. 

 

www.europan.at | Europan Verein zur Förderung von Architektur, Wohnungs- und Städtebau

www.europan-europe.eu | EUROPAN EUROPE

 

Winner Graz - 47Nord15Ost

Die Stadt Graz hat - gemeinsam mit dem Liegenschaftsentwickler P41 - mit dem diesjährigen Standort entlang der Puchstraße eines der letzten innerstädtischen Industriegebieten in Graz eingebracht.

 

Haus der Architektur
Mariahilferstraße 2, A-8020 Graz

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung: 30. Jänner 2020, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 31. Jänner bis 18. Februar 2020, Di-So, 10-18 Uhr

 

Quelle: HDA-News vom 22.1.2020

Herbert-Eichholzer-Architekturförderungspreis - eine Nachlese | Operngarage - heute Kaiser-Josef-Garage 

Kaiser-Josef-Garage | Schlögelgasse 5, A-8010 Graz. © 2019 Reinhard A. Sudy

Jänner 2020. Die Stadt Graz vergibt alle zwei Jahre einen Förderungspreis an begabte Architekturstudierende der TU Graz, der nach dem Grazer Architekten Herbert Eichholzer (1903-1943) benannt ist. Damit zeigen die Stadt Graz und auch die Technische Universität Graz ihre Verbundenheit mit Herbert Eichholzer. Und sie führen die Auseinandersetzung des (selbst)kritischen Architekten mit den Strömungen seiner Zeit fort und setzen dem architektonischen Schaffen Herbert Eichholzers ein bleibendes Denkmal.

 

Weiterlesen | Architekt und Widerstandskämpfer Herbert Eichholzer

 

Herbert-Eichholzer-Architekturförderungspreis 2019

Die Vergabe 2019 erfolgte nach einer Ausschreibung durch die Grazer Fakultät für Architektur. Die Organisation des Wettbewerbs für die Studierenden wurde vom Institut für Gebäudelehre in Kooperation mit dem GAM.Lab und dem Haus der Architektur durchgeführt. 

 

Einst 'Operngarage' - heute Kaiser-Josef-Garage

Herbert Eichholzer hat durch seinen politischen Widerstand und seine architektonischen Visionen immer wieder versucht, "die Koordination des Möglichen zu verändern" (Slavoj Žižek über Utopie aus "Die politische Suspension des Ethischen"). So machte er auch vor seinen eigenen Projekten nicht halt und überplante z. B. kurz nach ihrer Fertigstellung die von ihm und Rudolf Nowotny entworfene 'Operngarage', die heute Kaiser-Josef-Garage heisst. [Den Namen 'Operngarage' hat heute die Tiefgarage am Opernring, Hamerlinggasse 3]. Dieser neue Entwurf wurde aber nicht umgesetzt und so ist das ursprüngliche Parkhaus heute noch fast unverändert im Innenhof eines Gründerzeitblocks in der Schlögelgasse 5 zwischen dem Kaiser-Josef-Platz und dem Dietrichsteinplatz angesiedelt.

Na ja, die Tankstelle mit den drei Zapfsäulen im kleinen Vorhof - links im Bild zu sehen - gibt es nicht mehr. Die durchgehende Fensterfront der Südseite wurde zugemauert, und von den blau glasierten Nummerierungen der Garagenboxen ist die '8' bei Restaurierungsarbeiten kaputt gegangen.

 

 

 

Von der Garage zum Treibhaus - Wettbewerbs-Thema 2019

Gegenstand des Wettbewerbs für die Studierenden im Jahr 2019 war der Entwurf eines 'Treibhauses', eines Gemeinschaftsgebäudes mit Blick auf den Kaiser-Josef-Platz-Markt und dem Themenschwerpunkt 'Essen'. Die bestehende Garagen-Halle sollte dabei zu einem Glas- und Gewächshaus umgestaltet und das an der Straße befindliche Wohngebäude durch einen Neubau mit öffentlich-gemeinschaftlicher Nutzung ersetzt werden.

1. Preis für "Ein Garten für die Stadt" von Riham El Moazen und Anna Maria Jäger. Foto Copyright: 2019 Reinhard A. Sudy

Ausstellungseröffnung & Preisverleihung 2019

Ende November 2019 war es wieder soweit. Nach der Vorstellung der Siegerprojekte des Herbert Eichholzer Architekturförderungspreises 2019 durch die Jury wurde die Ausstellung im HDA [Haus der Architektur im Eckgebäude Mariahilferstraße 2 und Südtirolerplatz 4] eröffnet. Sie zeigte die Arbeiten der Preisträger sowie alle weiteren eingereichten Arbeiten.

 

Der kleine, fertig gestaltete Ausstellungsraum im HDA. © 2019 Reinhard A. Sudy

 

HDA -  Das Haus der Architektur im Palais Thinnfeld

Palais Thinnfeld, Graz. © 2019 Reinhard A. Sudy

Das Palais Thinnfeld an der Ecke Mariahilfer Straße und Südtiroler Platz ist ein kleines spätbarockes Stadtpalais. Hier haben heute das Haus der Architektur, das Landesmuseum Joanneum und der Grazer Kunstverein Büros und Ausstellungsflächen.

 

Ebenerdig und im Eck dieses Gebäudes [Mariahilferstraße 2 und Südtirolerplatz 4] liegt der kleine Ausstellungsraum des HDA.

 

HDA - Haus der Architektur

Mariahilferstraße 2, A-8020 Graz

Telefon: +43.316.323500–16

E-Mail: presse@hda-graz.at

Web: www.hda-graz.at

 

 

Quellen und Links: 

  • HDA-News: Herbert Eichholzer Architekturförderungspreis 2019 | 13. November 2019
  • www.kultur.graz.at/kulturamt/108Herbert-Eichholzer-Architekturförderungspreis

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