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Der Panther als Wappentier der Steiermark

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Altes Holztor des Zeughauses mit dem steirischen Wappentier im Grazer Landhaushof. © 2015 Reinhard A. Sudy

Das steirische Landeswappen: Der steirische Panther

Ein Gesetz vom 20. November 1979 über den Schutz des steirischen Landeswappens beschreibt dieses sehr detailliert und regelt das Recht zur Führung des Landeswappens. "Das Wappen des Landes ist in grünem Schild der rotgehörnte und gewaffnete silberne Panther, der aus dem Rachen Flammen hervorstößt. Der Wappenschild trägt den historischen Hut."

Stammfassung: LGBl. Nr. 8/1980 in der geltenden Fassung 

 

Nach der folgenden Beschreibung des Wappens und des Panthers hat der steirische Panther mit den Raubkatzen allerdings wenig gemein: "Das Wappen besteht aus einem, in grünem gotischem Dreiecksschild dargestellten silbernen "Panther" in barocker Körperhaltung und dem, auf dem Schild aufgesetzten, steirischen Herzogshut. Der Panther in dieser Form ist ein Fabeltier mit Pferdekopf, Löwenmähne, Löwenschwanz, dicht bezottelten Hinterläufen, kurzen Stierhörnern und Klauen, das aus seinem Maul Feuer speit. Die Figur stammt aus dem Physiologus, einem naturkundlichen Buch des zweiten nachchristlichen Jahrhunderts."

 

Quellen:

Verwaltung Land Steiermark | Landeswappen Steiermark

Steiermark-Portal: Wappen

Auf den Spuren des Steirischen Panthers
Der unter der Regie von Roland Berger gerade fertig gestellte Dokumentationsfilm „Auf den Spuren des Steirischen Panthers" erzählt die Entwicklungsgeschichte der Steiermark und der Stadt Graz. Die Zeitreise führt vom 8. Jahrhundert, als Slawen die erste Burg auf dem Schlossberg erbauten, bis in die Ära Erzherzog Johanns und das aktuelle Leben. Da die bedeutenden Bauabschnitte der Festungsanlage am Grazer Schlossberg als animierte 3D-Modelle rekonstruiert wurden, erlebt der Zuseher die Geschichte in einer ungewöhnlichen Unmittelbarkeit.
Das erfolgreiche Team von links: Michael Schlamberger, Roland Berger, Ulrike Berger, August Schmölzer, Daniel Doujenis. (Foto: Ulrike Berger)

Zurückversetzt in die Geschichte wird man auch durch die Erzählungen eines Soldaten, der aus seiner Sicht den Angriff der Franzosen auf den Schlossberg schildert. Und der steinerne Hund unterhalb des Uhrturms berichtet, wie er Kunigunde, die Tochter des Kaisers Friedrich III., vor einer Entführung durch Söldner des Ungarnkönigs Matthias Corvinus bewahrt hat. Mit den Menschen der damaligen Zeit tauchen wir ein in mittelalterliche Gassen, spazieren über den Fischmarkt und fahren mit den Flößern murabwärts.


Quelle: Projektkonzept „Auf den Spuren des Steirischen Panthers", 2007.

Der Panther Theobald

Der in Graz lebende Facharzt für Urologie und Schauspieler Dr. Johannes Nestroy beschreibt in seinem Erstlingswerk „Der Panther Theobald" denkwürdige Erlebnisse an der Seite des steirischen Wappentieres. Seine Romanfigur Ferdinand Muchar führt uns in den Gesprächen mit dem silbernen Panther Theobald von Steiermark und den anderen österreichischen Wappentieren tief in die steirische Geschichte und jüngere Vergangenheit. Aquarelle von Hans Beletz illustrieren reizvoll die Erlebnisse der Wappentiere. Leider ist dieses Buch vergriffen.

 

Johannes Nestroy. Der Panther Theobald. Die denkwürdigen Erlebnisse an der Seite des Steirischen Wappentieres.

Andreas Schnider Verlagsatelier 1996.

Die KAGes-Panther

Die Wortbildmarke der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) ähnelt dem steirischen Landeswappen. Die Verbindung der Steiermark mit seinen LKHs wird durch das steirische Wappentier und das ärztliche Berufssymbol als Sinnbild der Medizin realisiert. Panther und Äskulap in „trauter" Verbindung und als Krönung der KAGes-Schriftzug haben diese Wortbildmarke durchaus über die steirischen Grenzen hinweg bekannt gemacht. Daneben haben sich aber auch heitere Formen entwickelt, die vor allem in der Mitarbeiterzeitschrift G'sund Verwendung finden.

Im Zeichen von Panther & Schlange

Anlässlich des Doppeljubiläums von 20 Jahre KAGes (Steiermärkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H.) sowie 150 Jahre Landeskrankenhäuser in der Steiermark wurde eine umfassende Dokumentation verfasst. Das hochwertige, Buch verbindet wissenschaftliche Präzision mit guter Lesbarkeit. Über dreihundert größtenteils bislang unveröffentlichte historische Abbildungen, Karten und Pläne, sinnfällig eingebettet in ein übersichtliches und zugleich ungemein ästhetisches Gesamtkonzept, machen es zu einer bibliophilen Kostbarkeit.

Norbert Weiss. Im Zeichen von Panther & Schlange.

KAGes-Verlag, Graz 2006, 615 Seiten, € 41,91.

Stand: Zuletzt geändert im Mai 2015.

Veröffentlicht: Der steirische Panther. Auf den Spuren des steirischen Wappentieres in Film, Literatur, Skulpturen und Grafik. In: Gsund. Menschen helfen Menschen. Nr. 61 März 2009. Seite xx

Ein prachtvoller Adler als Bundeswappen Österreichs

"Das Wappen der Republik Österreich (Bundeswappen) besteht aus einem freischwebenden, einköpfigen, schwarzen, golden gewaffneten und rot bezungten Adler, dessen Brust mit einem roten, von einem silbernen Querbalken durchzogenen Schild belegt ist. Der Adler trägt auf seinem Haupt eine goldene Mauerkrone mit drei sichtbaren Zinnen. Die beiden Fänge umschließt eine gesprengte Eisenkette. Er trägt im rechten Fang eine goldene Sichel mit einwärts gekehrter Schneide, im linken Fang einen goldenen Hammer."

 

Stand: 2015

Quelle: Artikel 8 a Abs. 2 Bundes-Verfassungsgesetz (B-VG)

Auf "Löwensuche" in der Grazer Altstadt

Text und Fotos: Reinhard A. Sudy

Der Hackher-Löwe auf dem Grazer Schlossberg. (Foto: Sudy)

Es geht hier nicht um Zirkuslöwen oder freigekommene Exemplare dieser prächtigen Raubkatzen. Wenn Sie aber dem Charme der Grazer Altstadt bewusst „sehenden Auges" erliegen, werden sie dem König der Tiere in seinen unterschiedlichsten „Verwendungsformen" begegnen. Ich bin seinen Spuren kreuz und quer gefolgt.

 

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