Die 'Temmels'. Über Vater Charly und Sohn Swen

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Swen Temmel in ‚My Jurassic Place‘

Text und Interview: Hedi Grager

Fotos: Privat, Reinhard A. Sudy

Quelle: www.hedigrager.com | Swen Temmel und sein 'Jurassic Place' vom 6. September 2017 

Herzlich-fröhliche Stimmung beim Interview von Hedi Grager mit Swen Temmel im Roseger-Garten. © 2017 Reinhard A. Sudy

September 2017. "And the Oscar goes to …...“ Diese Worte zu hören ist das ehrgeizige Ziel des Jungschauspielers Swen Temmel. Seine Hauptrolle in der amerikanisch-österreichischen Produktion ‚My Jurassic Place‘, die jetzt im September abgedreht wird, bringt ihn seinem Ziel wieder einen Schritt näher.

Der Sohn des erfolgreichen, aus St. Andrä im Sausal stammenden Eis-Barons Charly Temmel lebt in Los Angeles und hat schon in 70 kleineren und größeren Filmen, TV-Serien und Werbespots mitgewirkt. Dazu gehörten auch Filme wie „In Time“ mit Justin Timberlake und Olivia Wilde oder eine Folge der Krimiserie „Castle“. Für die Hauptrolle in ‚My Jurassic Place‘ rief ihn Autor und Regisseur Danny Bellens an, ein langjähriger Freund der Familie. Der gebürtige Belgier leitete einige Jahre den  Dinosaurierpark „Jurassic Island“ in Traismauer, Niederösterreich. Davon motiviert, schrieb er unter dem Pseudonym „Kenny Kellens“ ein Skript, das der Autor Leopold Hnidek in einem Buch verarbeitete.

Im Film ‚My Jurassic Place‘ singt Swen Temmel auch einen Song, „diesen haben wir im Studio von Gary Lux aufgenommen.“ Foto privat

Die Dreharbeiten zu ‚My Jurassic Place‘ begannen 2016 und wurden heuer nach einer Winterpause fortgesetzt. Schmunzelnd erzählt Swen bei unserem Treffen in Graz: „Der Dinosaurier kam aus China und man musste erst das Problem lösen, dass er nur russisch sprach.“ Wir lachen. Gedreht wurde in Wien, Niederösterreich, Istanbul und Los Angeles, in kleinen Rollen spielen auch Michael Biehn aus „Terminator“ und Paul Sorvino aus „Goodfellas“. Die letzten Szenen werden jetzt im September in Österreich  abgedreht.“ Den perfekten Sound für den Film macht übrigens Gary Lux, die Special Effects Tony Rei. Gezeigt soll der Film spätestens im Mai nächsten Jahres werden.

An der Produktion wirken vor allem Österreicher mit. „Wir haben hier sehr professionelle Leute, die tolle Arbeit leisten“, so Swen, und er verrät weiter, dass sich die Crew sehr gut versteht. Im Gegensatz zu amerikanischen Produktionen „sind hier die Akteure viel pünktlicher und es gibt viel weniger Probleme mit den Drehorten, für die man in Amerika immer sehr viel zahlen muss.  Beispielsweise hätte uns eine Laborszene in einer Apotheke in Los Angeles 60.000 Dollar pro Tag gekostet, in Österreich war es ungleich billiger.“

Swen Temmel bei Dreharbeiten zum Film „My Jurassic Place“, hier mit Kameramann Hans Janousek und Kameraassistent Rüdiger Wolf. Foto privat

Der Wissenschaftler
Für Swen, der die Rolle eines Wissenschaftlers spielt, ist dies zwar nicht seine erste Hauptrolle, „aber da dieser Film ins Kino kommt und weltweit gezeigt wird, ist es meine größte und kann ein Sprungbrett für mich sein“, erklärt Swen. „Ich bin auch schon lange im Gespräch für einen Film in Polen, der vom 2. Weltkrieg handelt. Leider darf ich noch nicht mehr darüber sagen – außerdem dauert im Filmgeschäft alles meist sehr lange.“

Auf meine Frage, ob er in diesem Film auch schon gefährliche Szenen hatte, meint er schmunzelnd: „Natürlich, Dinos beißen ja. Nein, gefährlich eher nicht. Aber ich durfte einen Ferrari fahren und das hat mir schon großen Spaß gemacht. Das war schon ein Highlight.“ Er erzählt weiter, dass er allerdings für einen anderen Film schon mal im Wüstensand eingegraben wurde. Auf meine Frage, ob ihm auch keine Darstellerin gefährlich wurde, lacht er fröhlich. „Mein Charakter ist ein Wissenschaftler, der auch gerne in Clubs geht und singt. In einer Szene, die wir im Wiener U4 gedreht haben, singe ich ein Lied, das wir im Studio von Gary Lux aufgenommen haben, und da kommen ein paar Fans und knutschen mich ab.

In diesem Moment kommt aber auch meine Frau und ich bekomme eine geklatscht.“ Da für Swen die Reaktion sehr echt wirken sollte, bekam er auch eine echte Ohrfeige. „Leider hat es die ersten Male nicht so richtig funktioniert und so habe ich einige Ohrfeigen bekommen“, schmunzelt er wieder, „aber meine Fans waren zwei wunderschöne Schauspielerinnen, dafür hat es sich gelohnt ….“.

Wenn einem eine Kusspartnerin nicht so gut gefällt, ist dann der Dreh schneller im Kasten, hake ich nach. Er lacht wieder. „Es ist ein Job und ich mache ihn gerne. Ich suche an jedem meiner Partner immer etwas, das mir gefällt, und dann ist es leicht. Aber natürlich ist das Schließen einer Freundschaft oder das Führen eines Gespräches leichter mit jemandem, den man mag – wie bei Dir, da hat es auch von Anfang an funktioniert“, schließt er charmant.

Der Familienmensch
Sehr dankbar ist Swen seinen Eltern für ihre Unterstützung. „Sie pushen mich und stehen fest hinter mir. Aber ich selbst arbeite auch wirklich hart an meiner Karriere, bereite mich auf jede Rolle zu 100 % vor.“ Hollywood bezeichnet er wie einen Club ohne Tür. „Aber wenn Du drinnen bist, bist Du drinnen, und ich gebe nicht auf, bevor ich es geschafft habe. Und weil ich mir alles selber erarbeite und weiß, wie hart der Weg ist, werde ich auch immer bodenständig bleiben“, kommt es sehr sympathisch von ihm.

Ist Swen Temmel Single möchte ich wissen. „Ja. Ich arbeite jetzt vorrangig an meiner Karriere. Ich bin ja auch erst 25. Natürlich denke ich darüber nach und schaue mich um, aber bis jetzt war noch nicht die Richtige dabei.“ Auf einen bestimmten Frauentyp angesprochen meint er, dass sie vor allem hinter ihm stehen und zur Familie passen muss. „Ob sie blond oder dunkel ist, ist mir nicht so wichtig wie die Persönlichkeit.“

Da Swen jetzt auch die Agentur Rehling Management in Österreich hat, wird er vielleicht bald einmal in einer österreichischen Produktion zu sehen sein. „Ein Tatort würde mir Spaß machen, vielleicht brauchen sie ja einmal ein neues Gesicht, aber auch Theater liegt mir sehr am Herzen,“ lacht er fröhlich. Ansonsten beginnen für Swen im Herbst die Dreharbeiten zu einem neuen Film in Hollywood – und natürlich kommt die Weltpremiere für ‚My Jurassic Place‘.

Aktuelles kurz gefasst

Über Charly Temmels Eiskreation für Monika Martin 

Mai 2017. Den Grazer Schlagerstar Monika Martin und den Eis-König Charly Temmel verbindet eine langjährige Freundschaft. Als sich Monika für ihr Graz-Konzert im Mai und ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum etwas Besonderes wünschte, machte es Charly möglich: eine eigene Monika-Martin-Eiskreation aus Joghurt, frischen Heidelbeeren und Schokostückchen.

Charly ließ auch gleich 15.000 Pappbecher mit Namen und Bild der Schlagersängerin herstellen. Das Eis wird in sämtlichen Charly-Temmel-Eissalons erhältlich sein und bei Monikas Konzert in Graz gab es dieses ausgezeichnet schmeckende Monika-Martin-Eis für ihre Fans gratis.

 

www.temmel.com

www.monika-martin.at

 

Mehr: www.hedigrager.com | Monika Martin 

Maria und Swen Temmel zu Besuch in der Heimat 

August 2016. Mutter und Sohn auf Heimatbesuch mit einem kurzen Fotoshooting und einem fröhlichen Plauderstündchen mit der Journalistin und Bloggerin Hedi Grager im Grazer Operncafe.

Swen Temmel. Rolle in erfolgreicher Krimiserie Castle

Text und Interview: Hedi Grager

Fotos: Privat, Reinhard A. Sudy

Quelle: www.hedigrager.com

Schauspieler Swen Temmel vor dem Grazer Opern Cafe. © Reinhard A. Sudy

30. Dezember 2014. Swen Temmel ist ein junger, aufstrebender  Schauspieler in Los Angeles. Der Sohn des steirischen ‚Eiskönigs‘ Charly Temmel war sechs Jahre alt, als ihn seine Eltern mit nach Los Angeles nahmen. Nach seinem Erfolg in einer Rolle im Science-Fiction-Streifen „In Time“ an der Seite prominenter Schauspieler wie Justin Timberlake und Amanda Seyfried ist der Lee Strasberg Schüler jetzt in einer Folge der amerikanischen Erfolgsserie „Castle“ zu sehen.

Kürzlich skypte ich mit Swen in Los Angeles und war ein bisschen neidisch zu hören: „In Los Angeles ist ein wunderschöner Tag, wir wünschen uns fast ein bisschen Regen. Man sollte im Wasserimport-Business sein“, ergänzt er noch gut gelaunt. Geschäftstüchtig wie sein Vater Charly denke ich mir.

Als Verdächtigter Frank Henson in der Krimiserie Castle

Swen hatte es geschafft, eine Rolle in der amerikanischen Erfolgsserie Castle zu bekommen, und zwar in Staffel 6, Folge 7. „Diese vier Drehtage waren wirklich toll und eine super Chance für mich“, erzählt er begeistert. “Ich hatte eine relativ große Sprechrolle und spielte den jungen Frank Henson. In dieser Folge geht es darum, dass die Lehrerin Kim Tolbert vor 15 Jahren brutal erschlagen wurde und ihr damals 15-jähriger Nachbar Frank Henson wurde am Tatort festgenommen. Er sollte in drei Tagen hingerichtet werden. Castles Tochter Alexis hat den Fall während ihres Studiums überprüft und glaubt fest an Franks Unschuld. Sie bittet ihren Vater, sich der Sache anzunehmen. Der Schriftsteller entdeckt bald Unstimmigkeiten und macht sich mit Beckett und ihrem Team unter Zeitdruck auf die Suche nach dem wahren Täter.“

Schmunzelnd verrät er mir: „Als ich damals  nach der Audition für Castle gut gelaunt zu meinen Eltern nach Hause kam und ihnen freudig mitteilte, dass ich die Rolle des jungen mutmaßlichen Mörders bekommen habe, sagte meine Mama ‚das ist ja die Show, die ich jeden Montag ansehe‘. Das hat mich schon sehr gefreut, dass ich in der Lieblingsshow meiner Mama mitspielen konnte.“

Swen Temmel in der Rolle des jungen Frank Henson in einer Folge von „Castle“.

Am Set traf er auch auf die Hauptdarsteller Nathan Fillion (Richard Castle) und Molly C. Quinn (Alexis Castle). „Molly Quinn, die die Tochter von Castle spielt, ist wirklich sehr nett“, erfahre ich von Swen.

Unter anderem hat Swen heuer ein Commercial mit der Erfolgsband U2 gemacht, wurde vom erfolgreichen Produzenten und Regisseur Wolfgang Santner für seine Show „My life in Los Angeles“ geshootet und hat es geschafft, in die Rolle eines Zombie zu schlüpfen. „Mir macht es Spaß, stundenlang  in der Maske zu sitzen und danach ein Gesicht zu haben, das niemand mehr kennt“, kommt es humorvoll von ihm.

„Hurry up and wait“ ist ein gängiger Spruch bei Schauspielern. Du musst morgens immer pünktlich sein, aber oft beginnt der Dreh erst nach der Mittagspause“.

 

Swen arbeitet weiterhin sehr fleißig an seinem Ziel, Schauspieler zu werden: „Ich bin positiv, ich werde nie aufgeben“.

Charly Temmel. Eiskönig mit Promi-Restaurant in L.A.

Text und Interview: Hedi Grager

Fotos: Privat, Reinhard A. Sudy

Quelle: www.hedigrager.com | Charly Temmel vom 11. Oktober 2012

Charly Temmel und Hedi Grager im Grazer Operncafe. © Reinhard A. Sudy

11. Oktober 2012. Charly Temmels Best Ice Cream in the world! Bei den Worten Eis, Karriere, Los Angeles, Operncafe fällt einem ein Name ein: Charly Temmel. Ich warte im Operncafe auf Charly. Grauhaaring, sehr schlank und sehr gepflegt tritt er mit einem Lächeln und voller Elan durch die Tür. Ein Hallo und Servus hier, ein bisschen Smalltalk dort und noch ein Handschütteln, dann ist er bei mir.

 

Mit steirischer Eisqualität international erfolgreich

Charly Temmel wurde 1956 in St. Andrä im Sausal geboren. Seine Eltern hatten hier einen Fleischereibetrieb. 1980 vermittelten sie ihm das Gasthaus zum Löwen in Feldkirchen bei Graz und Charly wurde selbständig. Auf der Suche nach guten Mitarbeitern meinten seine Eltern: „Die beste Mitarbeiterin, die wir in unserem Gast- und Fleischereibetrieb in St. Andrä hatten, war die Maria Mandl“. Maria arbeitete zu diesem Zeitpunkt auf Saison in Tirol. Aber Charly schaffte es sie abzuwerben – jetzt sind sie schon seit 27 Jahren verheiratet.
1985 wurde der heutige Stammsitz in Graz-Puntigam gekauft und nach einem Totalumbau wurde 1986 die eigene Eisproduktion gestartet. Hier hat Charly damals seine Grundrezeptur für sein Eis gefunden. Heute hat er 16 Standorte in Graz und der Steiermark, macht Eis für Hotellerien und gemeinsam mit italienischen Partnern das Gelato Villa Dolce für tausende Supermärkte. Neben vielen Preisen für sein Eis erhielt er 2009 auch das Steirische Landeswappen.

Was glaubst Du, unterscheidet Dich von vielen anderen Unternehmern?
Ganz einfach, ich hab den Mut gehabt, etwas zu machen. Es gibt sicher viele Leute, die besser sind als ich, aber die haben einfach Angst und nicht den Mut für den ersten Schritt. Natürlich bedeutet Selbständigkeit immer ein Risiko, aber für mich war das nie ein Thema. Für mich war es immer ganz klar, dass ich selbständig sein will und dass ich eigene Geschäfte haben will. Und dann gehört noch etwas ganz entscheidendes dazu: Das Glück. Das ist die ganze Wahrheit. In jedem Leben gehört Glück dazu. Ich kann der tüchtigste Mensch der Welt sein, aber nicht ohne Glück. Fleiß setze ich natürlich voraus.

 

Wieviele Geschäfte hast Du schon?
Es sind mittlerweile 16 Standorte in der Steiermark. Diese führe ich mit sechs Partnern. Mit meiner Fabrik in Amerika beliefere ich ca. 6000 Supermärkte. Weiters produziere ich in Amerika mit einem italienischen Partner das Gelato Dolce Villa. Damit beliefern wir auch tausende Lokale.

 

Hattest Du immer schon so den Smalltalk drauf ? Hat Amerika Dich verändert?
Ja, das habe ich schon von zu Hause mitbekommen. Meine Eltern hatten ein Gasthaus in St. Andrä im Sausal und mein Vater sagte zu mir:  „Bua“, hat er gesagt, „bei uns in St. Andrä im Sausal wird man daran gemessen, wie nett wir zu den Einheimischen sind. Wenn die Einheimischen zu uns kommen wissen wir, dass wir gut sind.“ Und er sagte auch, dass man seine Freunde nie vergessen sollte. Das ist auch ein ganz wesentlicher Punkt.

Aber hast du überhaupt noch Zeit für Freunde?
Ich habe die Zeit nicht, aber ich vergiss Freunde nicht. Egal was man wird und wo man lebt, die Zeit für ein liebes Wort sollte man immer haben und sollte man sich immer nehmen.

 

Wie bist Du in Amerika aufgenommen worden?
Die Amerikaner kennen Konditoreien wie bei uns nicht. Dort regiert Frozen Joghurt die Welt. Ich habe Frozen Joghurt damals nicht gekannt, aber mittlerweile wird es auch hier bei uns immer mehr konsumiert. In meinem Geschäft in der Herrengasse gibt es auch Frozen Joghurt. Du weißt, in einer Zeit wo die Leute immer mehr Wert auf ‚Gesundes‘ legen, braucht man auch das. Hier in Österreich ist es heimeliger und lieblicher, aber in L.A. ist die große weite Welt. Da kannst Du natürlich mehr erreichen.

 

Isst Du selbst Eis? Welche Sorte am liebsten?
Jeden Tag esse ich Eis. Meine Lieblingssorten sind Haselnuss und Himbeer Joghurt.

 

Gesunde Produkte sind Dir sehr wichtig?
Ja, bei mir wird alles frisch gemacht. Bei mir erhält man reines Natureis, wirklich frische Früchte und ohne Konservierungsstoffe. Das ist mir sehr wichtig. Mein Eis ist ohne Eier, auch das ist sehr wichtig. Das Gemüse für mein Restaurant kommt täglich frisch von den umliegenden Farmern und aus biologischem Anbau. Die Leute wissen mittlerweile, dass sie bei uns gesunde Qualität bekommen. Ich bin ja gelernter Koch.

 

Wie würdest Du Dich mit drei Worten beschreiben?
Sehr ehrgeizig, zielstrebig, sehr loyal zu meinen Mitmenschen. Ich weiß, dass Angestellte sehr wichtig sind, deshalb bin ich auch gut zu Ihnen. Ich werde immer grüßen und sie fragen, wie es Ihnen geht.

Was kannst Du absolut nicht leiden?
Falsche Frage. Ich bin sicher, man muss verzeihen können, das ist Größe. Jeder macht mal Fehler. Wenn jemand einen Fehler gemacht hat, setze ich mich mit ihm zusammen und rede darüber. Damit ist es erledigt.

 

Was macht ein Charly Temmel, wenn er mal müde wird?
Der Charly Temmel wird nicht müde – weil der Charly Temmel ist eine Maschine. Frag meine Frau, die wird dir das bestätigen (laut lachend).

 

Woher holst Du Dir Kraft und Energie?
Gar nicht, ich bin einfach so. Ich bin immer aktiv, das taugt mir, das hab ich einfach in mir.

 

Lebst Du gesund?
Meine Frau kocht gesund, es gibt sehr viel Salat. Unser Lebensstil hat sich total verändert, denn der Dümmste weiß mittlerweile, dass er sich gesund ernähren sollte.

Wie wichtig ist Dir Deine Familie und habt ihr genug Zeit füreinander?
Natürlich haben wir Zeit. Schau, bei meiner Familie muss ich dazu sagen, dass ich eine sehr liebe Frau habe. Wir sind seit über 30 Jahren zusammen und am 29. April waren wir 26 Jahre verheiratet. Das funktioniert mit Höhen und Tiefen, das ist ja normal. Paare trennen sich heute sehr schnell, aber das mache ich nicht. Wir haben einen sehr lieben Sohn. Und weil der Himmelvater es gut mit uns gemeint hat, können wir in Amerika und hier leben. Ich habe es wirklich gut.

 

Was macht Dein Sohn?
Der Swen möchte gerne Filmschauspieler werden und arbeitet hart daran. Als Elternteil kann ihn nur unterstützen und hoffen, dass er zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist. Wie schon gesagt, Glück gehört zum Leben.

 

Was möchtest Du Deinem Sohn mitgeben?
Das Wichtigste für mich war, dass mein Sohn eine schöne Kindheit hat und diese Kindheit haben wir ihm gegeben. Meine Frau war immer für ihn da, und alles was wir gemacht haben, haben wir mit ihm gemacht. Er wurde nicht verwöhnt, aber er wurde anständig erzogen. Damit haben wir das getan, was das Wichtigste im Leben eines Menschen ist: eine schöne Kindheit zu haben. Und jetzt geht er seinen eigenen Weg.

 

Gibt es einen typischen Charly-Tag?
Nein, den typischen Arbeitstag gibt es nicht, da ich ja nicht zum Arbeiten gehen muss. Ich mache das, was ich zum jeweiligen Zeitpunkt für das Richtige halte. Wenn ich in Graz bin, stehe ich um 7 Uhr auf. Jeden Tag um 9.30 Uhr komme ich ins Operncafe, das jetzt Günter Ganster und ich führen, und schau, was anfällt oder treffe mich mit jemandem zum Interview. Bei 16 Standorten in der Steiermark gibt es immer etwas zu tun.

Was ist für Dich Dein größter Erfolg?
Ich habe so Vieles schon gemacht , aber es gibt keinen Tag von dem ich sage, das war mein ‚Wundertag‘. Im Globalen würde ich sagen, schön ist es, wenn es in der Familie funktioniert, wenn man unabhängig und gesund ist.

 

In Dein Restaurant Plate kommen sehr viele Promis. Ist Dir das wichtig?
Schau her, wenn man in L.A. wohnt und das Glück hat, in Malibu leben zu dürfen, ist man ja dort, wo Promis zu Hause sind. Natürlich kommen da auch viele Prominente zu uns, sie kommen hinein wie hier ins Operncafe. Das hat mit mir überhaupt nichts zu tun. Es kommen Bruce Willis, Cindy Crawford, Mel Gibson, Pierce Brosnan, viele Menschen aus der Musikbranche, Direktoren, die alle leben dort. Malibu ist ein bisschen wie am Land. Es purzeln sehr viele rein, die ich gar nicht kenne oder erkenne. Die schauen dann ja oft anders aus, sind leger unterwegs. Die Leute der großen Talkshows, die in LA aufgezeichnet werden, sind fast alle bei mir.

 

Und würde ich auch einen Platz bei Dir bekommen?
Ja sicher. Schau, das Lokal ist zu Mittag überfüllt, abends unterschiedlich, du wartest einfach ein bisschen. Und ich gehe dort genauso auf die Leute zu wie hier. Es ist ein sehr schönes Lokal mit 40 Plätzen und wir achten sehr darauf, dass die Leute sich wohl fühlen und dass es ihnen schmeckt – und der Preis normal ist.

 

Was sind Deine nächsten Ziele?
Charly Temmel Eis gibt es jetzt beispielsweise auch im steirischen Tierpark Herberstein und im Mauterner Park. In Slowenien möchte jemand 50 oder 60 Franchise Lokale aufmachen. In Istanbul kommt ein Frenchise Lokal mit dem Fußballer Ekrem Dağ. Wir suchen immer neue Standorte. Der Bahnhof wäre eventuell noch interessant. Mariazell vielleicht auch – ach es kommt sicherlich noch einige Neues dazu.

 

Was magst Du an Amerika und was würdest Du von Österreich vermissen, wenn Du ganz in Amerika bleiben würdest?
Du lernst in Amerika nicht neidisch zu sein – hier sind die Leute neidisch. Es muss schließlich jeder für seinen Erfolg arbeiten. Vermissen würde ich alles, Österreich ist ein gesegnetes Land. 4 Jahreszeiten, Versicherungsschutz, die Kriminalität ist immer noch hinten nach und und und und …. Es ist ein Glück, in Österreich geboren zu sein!

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